WARBURG/WIESBADEN Attacke auf Bischof: Drei Männer in U-Haft

Vernehmungen sind noch nicht abgeschlossen

Erzbischof Mor Julius Hanna Aydin. - © FOTO: SANDRA WAMERS
Erzbischof Mor Julius Hanna Aydin. | © FOTO: SANDRA WAMERS

Warburg/Wiesbaden (JS). Gut acht Monate nachdem der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Mor Julius Hanna Aydin, Opfer eines brutalen Übergriffs wurde, steht der Fall womöglich kurz vor seiner Aufklärung. Seit gestern sitzen drei Männer aus Wiesbaden in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Am 15. April war Aydin, wie berichtet, im Warburger Kloster St. Jakob von Sarug überfallen worden. Er wurde zusammengeschlagen und mit einem Messer bedroht. Ein Mercedes, in dem die drei Täter flohen, führte die Ermittler nach Wiesbaden, wo Anfang September ein 36-jähriger Syrer als Tatverdächtiger festgenommen werden konnte. Seine DNA-Spuren fanden sich auch am Tatort. Trotz seines Schweigens machten die Fahnder gleichfalls nahe der hessischen Landeshauptstadt einen 23-jährigen Türken als weiteren mutmaßlichen Täter aus. Nach einer Hausdurchsuchung Anfang Dezember stellte sich dieser am vergangenen Mittwoch, legte ein Geständnis ab und brachte damit wohl die die Ermittlungen weiter voran. Denn gestern nahm die Polizei einen Deutschen (23) als dritten Verdächtigen fest.

Welche Beziehungen die Männer zum Raum Warburg und zu dem Opfer des Überfalls haben, dazu mochte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn nichts sagen. "Die Vernehmung der Männer ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Horst Rürup. Auch zu der immer wieder kolportierten Vermutung, der frühere Diözesanratsvorsitzende der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland stecke hinter der brutalen Tat, wollte sich Rürup nicht äußern.

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