Herausforderung gemeistert: Das Germeter Tough-Mudder-Team hatte sich bestens auf das Sportereignis vorbereitet. - © NW
Herausforderung gemeistert: Das Germeter Tough-Mudder-Team hatte sich bestens auf das Sportereignis vorbereitet. | © NW

Germete/Arnsberg 25 Sportler bereiten sich in Germete auf Tough Mudder vor

Nicht nur die pure Kraft, sondern auch funktionierende Zusammenarbeit waren entscheidend

Hermann Ludwig

Germete/Arnsberg. Teamwork ist Trumpf beim Tough-Mudder-Lauf: Ein Team von 25 Sportlern, das sich im Trainingszentrum Germete gemeinsam auf dieses Sportereignis vorbereitet hatte, machte am Wochenende diese besondere Erfahrung. "Bei Tough Mudder gibt es keinen Gewinner, kein Siegertreppchen und keine Zeitmessung - es geht nicht darum, wie schnell man den Kurs bewältigen kann, sondern vielmehr um den Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe", erklärt Silke von Detten, die jetzt zum zweiten Mal an diesem Lauf teilnahm. Dieses Lauferlebnis habe einen hohen Suchtfaktor, betont die Sportwissenschaftlerin. Im vergangenen Jahr war eine kleine Gruppe gestartet. Dieses Jahr hatte Initiator Marcel Oestreich gleich 25 Sportler begeistern können, sich intensiv vorzubereiten und an dem Lauf teilzunehmen, darunter auch 12 Mitarbeiter des Trainingszentrums Tegethoff von Detten. Fünf Monate hatten sich alle Akteure unter der Federführung von Marcel Oestreich intensiv vorbereitet und an der Grundlagenausdauer gefeilt. Basis war ein Laktat-Leistungstest an der Uni Paderborn. Nach diesen Erkenntnissen wurde ein individueller Trainingsplan entwickelt. Am Anfang standen extensive Läufe, die dann immer intensiver wurden. »Tough Mudder ist ein Mix aus Crosslauf und Klettern« Intervall-Läufe und auch Bergauf- und Bergabläufe um den Heinturm gehörten zum Trainingsprogramm. "Der Tough Mudder ist eine Mischung aus Crosslauf und Klettern", erläutert von Detten, die trotz ihres Sportstudiums erst durch das Training für den Tough Mudder Spaß am Lauftraining entwickelte, auch weil der Teamgedanke so stark im Fokus steht. Ein Großteil des Germeter Teams entschied sich für die Langdistanz über 18 Kilometer, bei der es 24 Hindernisse zu überwinden galt. Mit besonderem sportlichen Ehrgeiz waren Motocrosser Lukas Beine und der Fußballer Manuel Soboll gleich in der ersten Startgruppe unterwegs, sie schafften den anspruchsvollen Parcours in gut 90 Minuten. Die anderen Germeter Teilnehmer waren ebenfalls flott unterwegs. Dabei zeigte sich der besondere Teamgeist, der auch in einem Video zu sehen ist. Der Veranstalter stellte die pfiffige Art und Weise heraus, wie die Germeter Truppe die Aufgabe "Pyramid Scheme" löste. Das Wir-Gefühl macht den Reiz aus Marcel Oestreich wurde gleichsam als Treppenaufgang genutzt und dann als Letzter von den anderen Teilnehmern über das Hindernis gehievt. "Gerade dieses Wir-Gefühl macht den Reiz aus, das ist wie Mannschaftssport", ergänzt Volleyballer Philipp von Detten, der sich mit seiner Frau schon auf den nächsten Lauf im Team freut. Im vergangenen Jahr war die Teilnahme bei kalter Witterung schon eine besondere körperliche Herausforderung. "Insbesondere der Sprung durch die Rutsche in das Eisbecken war schon herausfordernd", erinnert sich Silke von Detten. An diesem warmen Juni-Wochenende war der Moment des Eintauchens nicht ganz so schrecklich, aber die Luft blieb vielen Sportlern trotzdem kurzzeitig weg. Dass der Parcours auch Herausforderungen bietet, denen man sich im Alltag eher nicht stellt, zeigte der Schlammparcours, in dem von herunter hängenden Kabeln leichte Stromschläge verpasst werden. "Sechs Mal hat es mich dabei erwischt, das war die Hölle, aber am Ende ist man glücklich, diese Hindernisse geschafft zu haben", so die Germeter Sportlerin, die sich in diesem Moment an die motivierenden Einpeitscher des Laufes erinnert. "Du willst nicht jammern", das war das Bekenntnis eines Jeden vor dem Einstieg in den Schlamm-Parcours. Blaue Flecken, ein blutiges Knie, Blasen an Händen und Füßen sowie eine kaputte Hose, das war die Schadensbilanz. Gejammert hat aber keiner.

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