Einen solchen Uhu versuchten mehrere Warburger vergeblich, vom Fenstersims der Kirche zu holen. Schließlich flog er von alleine weiter. - © Hubert Rösel
Einen solchen Uhu versuchten mehrere Warburger vergeblich, vom Fenstersims der Kirche zu holen. Schließlich flog er von alleine weiter. | © Hubert Rösel

Warburg Kurz vor der Rettung: Junger Uhu entkommt Fangtrupp

Brut auf dem Kirchturm: Satter Flügelschlag zeugt von einem fitten Nachwuchs

Hubert Rösel

Warburg. Wieder einmal hatte sich ein junger Uhu von seinem sicheren Ort hoch oben am Neustädter Kirchturm bei seinen ersten Flugübungen auf einen Fenstersims im Erdgeschoss des Kirchenhauses niedergelassen. Dort hockte er stundenlang und wurde von einer Mitarbeiterin des Pfarrbüros entdeckt. Gefahren bei ersten Flugversuchen sind bekannt Da durch ähnliche Situationen in den letzten Jahren bekannt war, dass die jungen Greifvögel bei ihren ersten Flugbemühungen in Bodennähe zwischen den Häusern erhöhten Gefahren ausgesetzt sind, schritt Klaus Stalze vom Kirchenvorstand ein. Die örtliche Polizeibehörde benachrichtigte außerdem die Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen in Marsberg-Essentho.Deren Leiter Wilfried Limpinsel begab sich sogleich auf den Weg nach Warburg, um den Junguhu zu retten, während Kirchenküster Lorenz Grautstück den Uhu im Auge behielt. Nach Lagebesprechung entschlossen sich die Männer, mit Leiter und Kescher den Uhu zu seinem Schutz einzufangen. Plötzlich hebt er ab Doch kurz bevor sie ihn erreichen konnten, hob dieser sich in die Luft ab und landete auf dem Nebengebäude des Alt-Warburg – unerreichbar für die Retter. Sein kraftvoller Flügelschlag beeindruckte den Greifexperten und veranlasste ihn zu der Feststellung: „Den brauchen wir nicht mehr zu retten, der ist kräftig genug" und brach die Aktion ab. Der Jungvogel ist vermutlich der letzte von Dreien, die dieses Jahr auf dem Kirchturm geschlüpft waren.

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