Problemzonen: Am Großenederer Weg bröckelt die Fahrbahn auf etwa 500 Metern Länge erheblich. - © Jan Ahlers
Problemzonen: Am Großenederer Weg bröckelt die Fahrbahn auf etwa 500 Metern Länge erheblich. | © Jan Ahlers

Warburg Warburg will Millionensumme in seine Straßen investieren

Bezirksausschuss: An der Kreuzung von Industriestraße, Speckgraben und Lütkefeld soll 2019 ein Kreisverkehr gebaut werden. Der Großenederer Weg sei desolat und müsse dringend saniert werden

Jan Ahlers

Warburg. Im wahrsten Sinne des Wortes hatte der Bezirksausschuss der Stadt am Dienstag eine Menge Baustellen vor sich. Doch alle vier größeren Sanierungs- und Baumaßnahmen fanden rasch die einstimmige Zustimmung des Plenums und können nun im Planungsausschuss in die Wege geleitet werden. Die Neue Westfälische gibt einen Überblick über die Bauarbeiten, die teils schon in naher Zukunft beginnen. Großenederer Weg Die teuerste Sanierung steht am Großenederer Weg an. "Die Straße befindet sich aufgrund des starken Durchgangsverkehrs mittlerweile in einem desolaten Zustand", sagte Bürgermeister Michael Stickeln. Tatsächlich ist der Asphalt von Einrissen übersät, an vielen Stellen bröckelt der Straßenbelag. Im kommenden Jahr soll Abhilfe geschaffen werden: Auf 550 Metern wird der Großenederer Weg zwischen dem Kreisverkehr am Profitweg und der Bahnunterführung in Richtung Oberer Hilgenstock saniert, 480 Meter davon bekommen einen neuen Deckenüberzug. Planer Frank Laudage schätzt die Kosten auf 700.000 Euro. Dafür soll zwischen Danziger Straße und Breslauer Straße ein Fußgängerüberweg mit Mittelinsel geschaffen werden, auch um das dort vorherrschende Tempo etwas zu drosseln. 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten sollen aus dem Fördertopf des kommunalen Straßenbaus gestemmt werden. Neuer Kreisverkehr Ein Neubauprojekt steht im Kreuzungsbereich von Industriestraße, Lütkefeld und Speckgraben auf dem Plan. Dort soll ein Kreisverkehr helfen, dem höheren Verkehrsaufkommen gerecht zu werden und die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. So sollen an zwei Stellen Zebrastreifen errichtet werden, zudem will die Stadt auf kombinierte Fußgänger- und Radwege setzen. Der bisherige, von Gras überwucherte Weg ist lediglich einen Meter breit - "deutlich zu schmal", sagt Planer Laudage. 500.000 Euro veranschlagt er für den Bau, der 2019 oder 2020 in die Tat umgesetzt werden soll. Der Radius des Kreisverkehrs wird 28 Meter betragen. Auch hier beantragte der Ausschuss, 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschussen zu lassen. Rotthof Besonders bei Regenfällen wird der schlechte Zustand der Straße "Rotthof" ersichtlich. Fugen werden freigeschwemmt, sodass sich als Folge die bestehenden Sandstein-Großpflastersteine lösen, wenn schweres Gefährt wie ein Müllfahrzeug anrückt. Bauingenieur Anton Volmer stellte zwei Varianten vor, die Oberfläche umfassend zu sanieren: Asphalt oder Kleinsteinpflaster. Schnell wurde aber klar, dass eine Asphaltierung gar nicht erst zur Debatte stünde. Fraktionsübergreifend hoben viele Ausschussmitglieder hervor, dass die Pflasterung zum Rotthof wie den angrenzenden Straßen dazugehöre. "Es ist städtebaulich ein sehr sensibler Bereich", erkannte auch das Stadtoberhaupt an. Kosten wird die neue Straßenoberfläche, die sich an der Gestaltung der barrierefreien Innenstadt orientieren soll, laut Planer zwischen 170.000 und 200.000 Euro. Mönchehof Gut 100.000 Euro möchte die Stadt in den Mönchehof zwischen der Sternstraße und dem Gymnasium Marianum investieren. Der oberhalb einer Mauer verlaufende Gehweg, der der angrenzenden Hausfassade stark zugesetzt hat, soll verschwinden. Die Oberfläche der Fahrbahn soll saniert, der Fußgängerweg mit hellem Gehpflaster bestückt werden. Für Michael Stickeln wäre das "eine erhebliche Verbesserung der aktuellen Situation."

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