Berufspendler fahren aus Warburg häufig Richtung Kassel oder Paderborn. Wer nach Warburg hineinpendelt, kommt meistens aus Borgentreich oder Willebadessen. (Symbolbild.) - © picture alliance / Federico Gambarini/dpa
Berufspendler fahren aus Warburg häufig Richtung Kassel oder Paderborn. Wer nach Warburg hineinpendelt, kommt meistens aus Borgentreich oder Willebadessen. (Symbolbild.) | © picture alliance / Federico Gambarini/dpa

Warburg Viele Warburger pendeln nach Paderborn oder Kassel

Zahlen werden bei einer Präsentation im Stadtrat vorgestellt

Jan Ahlers

Warburg. Eine große Präsentation hatte Sören Spönlein für die Ratssitzung am vergangenen Dienstag vorbereitet. Etwa 50 Minuten lang gab der Fachmann aus der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing einen Überblick über die relevanten Wirtschaftsthemen und -ereignisse der Stadt Warburg. Etwa die Hälfte der Zeit unterrichtete er die Ratsherren zudem über eine geplante Imagekampagne, um die aber noch ein Geheimnis gemacht wird. Unter anderem blickte Spönlein auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sowie des Pendleratlas. Die Ergebnisse des Jahres 2017 lassen sich aus Warburger Perspektive sehen: So wurde die Arbeitslosenzahl von 625 auf 590 reduziert. 2013 waren noch 678 Bürger der Stadt erwerbslos. Die Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist unterdessen um etwa 250 Personen auf 9.530 gestiegen. Während etwa 4.400 Berufstätige aus Warburg auspendeln, kommen rund 5.000 zum Arbeiten in die Stadt - beide Ziffern erreichten 2017 Höchstwerte. "Es wird um ganz Warburg als Wirtschaftsstandort gehen" Die meisten Auspendler fahren nach Paderborn (736) und Kassel (438), die meisten Einpendler stammen aus Borgentreich (1.150) und Willebadessen (755). Insgesamt blickt Sören Spönlein auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Vor allem die Umsetzung des "Pop Up"-Projektes seit März 2017, in dessen Rahmen leerstehende Ladenlokale zunächst für kurze Zeiträume günstig vermietet wurden, hat ihn erfreut. Vier Ladenmieter habe man langfristig halten können, sagt Spönlein. Nun sei man auf der Suche nach weiteren Immobilienbesitzern, aber auch interessierten Händlern, die sich in Warburg präsentieren wollen. "Ein festes Startdatum für eine zweite Runde gibt es nicht", sagt Spönlein. Es solle eher ein laufender Prozess werden. Und dann war da noch das Thema Imagekampagne. Zwei Varianten einer zukünftig geplanten Kampagne präsentierte Spönlein dem Rat. Über den Inhalt will er bis auf weiteres aber stillschweigend verbleiben. "Was wir genau machen, geben wir erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt." Losgehen soll es allerdings spätestens Anfang 2019, verrät der städtische Mitarbeiter. Auch soll es keinen gesonderten Schwerpunkt etwa auf den Dienstleistungssektor oder die angesiedelte Industrie geben. "Es wird um ganz Warburg als Wirtschaftsstandort gehen."

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