Gelungenes Umschlagfoto: Der Roman ist noch im Druck, aber das Titelfoto hat sich Krimi-Autor Michael Colberg-Engemann schon mal eingerahmt. - © Burkhard Battran
Gelungenes Umschlagfoto: Der Roman ist noch im Druck, aber das Titelfoto hat sich Krimi-Autor Michael Colberg-Engemann schon mal eingerahmt. | © Burkhard Battran

Manrode Manroder Autor veröffentlicht Desenberg-Krimi

Literatur: Sein Autorenpseudonym ist Emlin Borkschert. Nach zwei Ostseekrimis ist der Schriftsteller Michael Colberg-Engemann nun auch im Schreiben in der Börde angekommen

Burkhard Battran

Manrode. Der Desenberg ist das Wahrzeichen der Warburger Börde. Er ist mannigfach fotografiert, gemalt und gelegentlich auch schon bedichtet und besungen worden. Der Manroder Krimiautor Michael Colberg-Engemann (43) hat den Desenberg nun zum Schauplatz eines Verbrechens gemacht. "Die Idee eines Bördekrimis schwebt mir schon länger vor, aber es war mir wichtig, mich in der Region gut auszukennen, bevor ich dieses Buch angehe", sagt der aus Gütersloh stammende gelernte Bankbetriebswirt, der seit 2007 in der Börde zuhause ist. Nach zwei erfolgreichen Ostseekrimis soll in der Pfingstwoche nun sein erster Bördekrimi erscheinen. "Das genaue Datum weiß ich selbst nicht, aber der Roman befindet sich im Druck", sagt Colberg-Engemann, der unter dem Pseudonym Emlin Borkschert schreibt. Der Krimi wird "Rabenvatersorgen" heißen. Das Titelbild wird einen Sonnenuntergang über der Warburger Altstadt vom Brüderkirchhof aus zeigen. "Es ist ein Bild des Warburger Stadtfotografen Thorsten Fritz", sagt Colberg-Engemann. Zum Inhalt hält sich der Autor bedeckt. Nur so viel: Zwischen Diemel und Desenberg, scheint die Welt noch in Ordnung. Bis eines Tages der alleinstehende Bankangestellte Lothar Menne in seinem Haus überfallen und mit mehreren Messerstichen getötet wird. Hauptkommissar Emil Storck von der Kripo Höxter, der sich nach seiner Scheidung eigentlich eine Auszeit gönnen wollte, übernimmt den Fall zunächst widerwillig. In akribischer Kleinarbeit und mit oftmals unkonventionellen Methoden taucht er in das Leben des gemeuchelten Mannes ein und bringt die Fassade des ruhigen Nachbarn und ach so zuverlässigen Arbeitskollegen zum Bröckeln. Sein bisheriger Verlag aus Hameln hatte das Manuskript abgelehnt "Ich hab mich mit dem Klappentext für dieses Buch wirklich schwer getan, weil es viele überraschende Wendungen gibt und ich nichts vorwegnehmen wollte", sagt Colberg-Engemann. Aber es gebe verschiedene Spuren, die nach Brakel, zur Sababurg und nach Manrode führten. So viel lässt sich der Autor entlocken. Theoretisch hätte der Roman schon im vergangnen Jahr erscheinen können. Aber es war etwas eingetreten, mit dem Autor Colberg nicht gerechnet hatte. Der CW-Niemeyer-Verlag aus Hameln hatte das Manuskript abgelehnt, obwohl die beiden vorherigen Borkschert-Bücher recht ordentlich gelaufen waren. "Diese Entscheidung hatte ich nicht erwartet, zumal es auch gar keinen inhaltlichen Grund gab, sondern die Ablehnung allein darauf beruhte, dass die Handlung ist Ostwestfalen spielt und der Verlag der Meinung war, die Gegend sei literarisch tot", ärgert sich Colberg-Engemann. Der Autor hat sich davon aber nicht unterkriegen lassen und aufs Neue einen Verlag gesucht. Es hat geklappt. Der Bördekrimi erscheint jetzt im Holzmindener Verlagshaus Jörg Mitzkat. Der seit 24 Jahren bestehende Verlag ist auf Themen aus der Region Weserbergland spezialisiert, wendet sich aber auch der Belletristik zu.

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