Die Kita "Pusteblume" wird ausgebaut: Der städtische Kindergarten in Daseburg wird erweitert. Im gesamten Stadtgebiet ist der Bedarf an Betreuungsplätze für unter und über Dreijährige gestiegen. - © Hermann Ludwig
Die Kita "Pusteblume" wird ausgebaut: Der städtische Kindergarten in Daseburg wird erweitert. Im gesamten Stadtgebiet ist der Bedarf an Betreuungsplätze für unter und über Dreijährige gestiegen. | © Hermann Ludwig

Warburg Warburger Kitas bieten bald mehr Platz

Es gibt eine stärkere Nachfrage nach U 3-Betreuung

Hermann Ludwig

Warburg. Entgegen dem Trend und aller Vorhersagen werden im Kreis Höxter und im Stadtgebiet Warburg wieder mehr Kinder geboren. Damit steige auch der Bedarf an Kindergartenplätzen, wie Hubert Bönnighausen vom Kreisjugendamt im Sozialausschuss kenntnisreich erläuterte. Immer wieder werden die Zahlen überprüft, um den Bedürfnissen der Eltern optimal bei der Versorgung der Kinder im Bereich U 3 und Ü 3 entgegenzukommen. Bei der Bedarfsprüfung arbeite das Kreisjugendamt eng und kooperativ mit der Stadt zusammen, erklärte der Beigeordnete Klaus Braun jetzt im Fachausschuss. Den Planungen zufolge sollen in Warburg 55 Plätze geschaffen werden, 16 für unter Dreijährige (U 3) und 39 für über Dreijährige (Ü 3). Das gebe auch eine Reserve für die Ortschaften, zumal das logistisch gelöst werden könne, wenn der Arbeitsplatz in Warburg sei, so Braun. Für den gestiegenen Bedarf an Kindergartenplätzen sind nach Aussage von Hubert Bönnighausen vor allem zwei Faktoren verantwortlich. "Zum einen gibt es eine stärkere Nachfrage nach U 3-Betreuung, zum anderen sind die Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Geburtenzahlen haben sich bei jährlich mehr als 200 eingependelt", so Bönnighausen, der seit mehr als vier Jahrzehnten im Kreisjugendamt arbeitet. »Wir hoffen auf den Nachwuchs, der in Rimbeck ausgebildet wird« Weit gediehen sind die Pläne für einen Erweiterungsbau des städtischen Kindergartens "Pusteblume" in Daseburg, um die Betreuungssituation zu verbessern. Dort soll eine neue Gruppe entstehen. Die detaillierten Pläne stellte Ulrich Klare vom Bauamt dem Sozialausschuss vor. An den bestehenden Gruppenraum drei wird ein Schlafraum angeschlossen, neue Räume für eine weitere Kindergartengruppe werden in nordwestlicher Richtung an das vorhandene Gebäude angebaut. Mit dem 190 Quadratmetergroßen Neubau, für den 450.000 Euro veranschlagt sind, werden vor allem Möglichkeiten für die Betreuung von unter dreijährigen Kindern geschaffen werden. Zehn Plätze für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und vier Plätze für Zwei- bis Dreijährige, so die Verwaltung. Insgesamt wird die Kita in Daseburg dann Platz für 75 Kinder bieten. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 30.000 Euro. Beigeordneter Klaus Braun ist zuversichtlich, das Projekt zum neuen Kindergartenjahr zu verwirklichen. Auch in anderen Ortsteilen ist Mehrbedarf an Betreuungsplätzen gegeben. Daher soll in Warburg ein neuer dreigruppiger Kindergarten errichtet werden. Der Kreis-Jugendhilfeausschuss habe einen entsprechenden Beschluss bereits gefasst, der bis 2020 umgesetzt werden soll. Der Standort und die Trägerschaft für die die neue Kita ist nach Auskunft von Schulamtsleiter Olaf Krane offen. Abgedeckt werden soll damit der Bedarf in der Kernstadt, in Germete, Menne, Welda und Wormeln. Der Bedarf an Kindergartenplätzen ist auch schon jetzt deutlich gestiegen. Daher wird die Kindertagesstätte Mariä Heimsuchung in der Warburger Altstadt um zwei Gruppen erweitert. Diese Gruppen werden zunächst zeitlich befristet auf zwei Jahre in der unmittelbaren Nachbarschaft iim Gebäude der ehemaligen Eisenhoit-Schule untergebracht. 29 Kinder über drei und elf Kinder unter drei Jahren sollen dort aufgenommen werden. In Warburg wird auch die Hortgruppe auf der Hüffert umgewandelt. Dort entstehen zehn Ü 3-Betreuungsplätze. Auch in Bonenburg ist geplant, eine zweite Gruppe einzurichten. Zehn zusätzliche Plätze, davon sechs U 3, werden geschaffen, um das Einzugsgebiet Scherfede, Bonenburg und Rimbeck besser zu versorgen. "Die Räume sind vorhanden, dort muss nur umstrukturiert werden", sagte Hubert Bönnighausen. Schwierig sei es unterdessen, für die neuen Betreuungsplätze auch Erzieher und Erzieherinnen zu finden. Altersbedingt würden viele erfahrene Mitarbeiterinnen ausscheiden. Die Stadt als Träger von drei Kindergärten hat jetzt eine Fachkraft als Springerin eingestellt. "Wir hoffen auf den Nachwuchs, der an der Fachschule in Rimbeck ausgebildet wird", so Klaus Braun.

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