Gute Handelsbeziehungen: Das Pop-Up-Store-Konzept in der Stadt Warburg hat sich bewährt. Vor der Karte des Hansebundes ziehen Bilanz (v. l.) Antonella Guacci (Time out), Sonja Erler (Gesundes Miteinander), Benjamin Wollrath, Christian Ischen (beide Erlebnisstahl), Outletix-Inhaber Mateusz Kohls und Sören Spönlein, Wirtschaftsförderer der Stadt Warburg. - © Hermann Ludwig
Gute Handelsbeziehungen: Das Pop-Up-Store-Konzept in der Stadt Warburg hat sich bewährt. Vor der Karte des Hansebundes ziehen Bilanz (v. l.) Antonella Guacci (Time out), Sonja Erler (Gesundes Miteinander), Benjamin Wollrath, Christian Ischen (beide Erlebnisstahl), Outletix-Inhaber Mateusz Kohls und Sören Spönlein, Wirtschaftsförderer der Stadt Warburg. | © Hermann Ludwig

Warburg Warburger Wirtschaftsförderung zieht eine positive Pop-Up-Bilanz

Unternehmen wollen bleiben

Hermann Ludwig

Warburg. Das Pop-Up-Store-Konzept der Stadt sieht Sören Spönlein als Erfolgsmodell. Nach einem Jahr hat der Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung jetzt mit Geschäftsinhabern Bilanz gezogen. "Das flexible Konzept kommt an", sagt Spönlein. Das bestätigt Mateusz Kohls, der das Modeoutlet Outletix in der ehemaligen Rossmann-Filiale an der Hauptstraße 65 führt. "Zunächst war der Verkauf hochwertiger, aber bezahlbarer Mode für zwei Wochen geplant, daraus wurden dann drei Wochen", sagt Kohls. Nach einer Pause war Kohls, der das Geschäft mit seiner Mutter betreibt, erneut nach Warburg gekommen, um dauerhaft zu bleiben. Ein weiteres Geschäft in Blomberg hat er dafür aus zeitlichen und logistischen Gründen geschlossen. "Ich habe den Sonderverkauf auch in Großstädten ausprobiert, Warburg hat den Vorteil, dass man hier auffällt, in Großstädten geht man im großen Angebot unter", so der Modefachmann, der in Warburg bereits eine Mitarbeitern eingestellte. Derzeit läuft der Umbau des Geschäftes. Als "glückliche Fügung" bezeichnet Sonja Erler das Pop-Up-Konzept, das sie nach langer vergeblicher Suche in Hofgeismar und Trendelburg auf den Standort Warburg aufmerksam gemacht habe. "Ich bin super zufrieden, das Geschäft kommt sehr gut an und der Kundenkontakt ist einfach klasse", so die Unternehmerin, die an der Hauptstraße 50 das Geschäft "Gesundes Miteinander" aufgebaut hat. Gerne möchte sie ihr Geschäft zu einem offenen Treffpunkt entwickeln Individuelle Beratung zu Ernährungsweisen steht bei ihr im Vordergrund, dazu hat sich Erlers in ihrer ganz persönlich gestalteten Wohnküche einige ausgewählte Produkte von Kooperationspartnern ausgesucht, die sie ihren Kunden im Verkauf anbietet. Dazu gehören Bio-Öle von der Chattengauer Ölmühle, Kaffeespezialitäten einer kleinen Rösterei aus Frankfurt und Rohmilchkäse vom Hennehof in Trendelburg. Alles Lebensmittel, die in die Ernährungsphilosophie der Inhaberin passen. Mittlerweile bietet Erler auch Bioweine an, die heute Abend verköstigt werden. Gerne möchte sie ihr Geschäft zu einem offenen Treffpunkt entwickeln. "Man kann bei mir auch Feiern veranstalten", sagt Erler. Am östlichen Anfang der Hauptstraße liegt das Café und Bistro "Time Out", das ebenfalls im Pop-Up-Konzept entwickelt wurde. Inhaberin Antonella Guacci hat bereits seit 25 Jahren Erfahrung in der Gastronomie. "Ich habe hier in zwei anderen Restaurants gearbeitet, jetzt wollte ich meine eigenen Ideen umsetzen." Das alte Haus mit der Nummer 2 an der Hauptstraße habe ihr schon immer gefallen. Zuvor hatte dort das Pop-Up-Projekt "Mohrs Weinbar" nach kurzer Zeit aus persönlichen Gründen aufgegeben. Die Test-phase übertraf die Erwartungen der neuen Inhaberin Antonella Guacci. "Ein guter Besucherandrang, glückliche Stammgäste und die tolle Unterstützung der Warburger haben einen Traum wahr werden lassen", so Guacci. Es wurden bereits zwei Festangestellte ins Team aufgenommen. Gestandene Unternehmer sind Benjamin Wollrath und Christian Ischen, die das Warburger Industrieunternehmen "WIB GmbH - Die Blechexperten" 2010 gegründet hatten. "In den Anfangsjahren wurden im Betrieb neben Industrie- und Handwerkskunden auch Künstlerarbeiten, Design- und Dekorationsartikel gefertigt", sagt Ischen. "Wegen Umstrukturierungen aufgrund des stetigen Wachstums des Unternehmens, haben wir im Jahr 2016 entschieden, uns ausschließlich auf Industrie- und Handwerkskunden zu konzentrieren", sag der Firmenchef.  Weil die Nachfrage der Privatkunden ("die wollten wir uns nicht vergraulen") ungebrochen groß gewesen sei, "sind wir über das Pop-Up-Konzept auf das Ladenlokal aufmerksam geworden", ergänzt Benjamin Wollrath. Die Nachfrage nach individuellen Geschenken und Dekoartikeln habe sich seit der Eröffnung des Ladens an der Hauptstraße im Oktober hervorragend entwickelt, die Produktion mache den Mitarbeitern viel Spaß. "Der Desenberg und die Lilie liegen den Warburgern einfach am Herzen", weiß Christian Ischen, der sich bei Wirtschaftsförderer Sören Spönlein für die Unterstützung seitens der Stadt bedankte. "Das war hilfreich", so der WIB-Geschäftsführer.

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