Die Ausbau der Barrierefreiheit als vorbildliches Projekt: Beim Stadtrundgang durch Warburg tauschten sich Reiner Austermann (Mitte), Michael Stickeln (rechts) und zehn weitere Bürgermeister über den Erhalt historischer Stadtkerne aus. - © Alexander Lange
Die Ausbau der Barrierefreiheit als vorbildliches Projekt: Beim Stadtrundgang durch Warburg tauschten sich Reiner Austermann (Mitte), Michael Stickeln (rechts) und zehn weitere Bürgermeister über den Erhalt historischer Stadtkerne aus. | © Alexander Lange

Warburg Bürgermeister der AG Historische Stadt- und Ortskerne besuchen Warburg

Zusammentreffen: Zwölf Bürgermeister besuchten die Hansestadt und begutachteten den Ausbau der Barrierefreiheit. "Vorbildlich", so das Resümee

Alexander Lange

Warburg. "Von Warburg kann man einiges lernen", sagt Reiner Austermann, Bürgermeister der alten Hansestadt Lemgo. Als Vorsitzender der Regionalgruppe "Historische Stadt- und Ortskerne in NRW" besichtige er am Freitagmittag gemeinsam mit Michael Stickeln und elf weiteren Bürgermeistern aus OWL die Warburger Innenstadt. Im Mittelpunkt des Rundgangs: Die Umsetzung der Barrierefreiheit und die Etablierung der örtlichen Pop-Up-Einzelhändler. "Da ist Warburg Vorbild und die einzige Stadt, die die Barrierefreiheit konsequent mit einem Konzept durchgesetzt hat", so Austermann. Denn die historischen Ortskerne der Städte und Kommunen in OWL seien "Visitenkarten des Landes". Daher sei es wichtig, sie zu fördern. Austermann: "Und dabei haben wir als Städte doch alle die gleichen Probleme". Ein Erfahrungsaustausch unter den Bürgermeistern sei dabei die beste Möglichkeit, Ideen zu sammeln. Großflächige Einzelhändler zu etablieren und Verkehrsprobleme zu lösen, seien Schwierigkeiten aller Kommunen mit historischen Innenstädten. "Die Fehler, die manche Städte vielleicht gemacht haben, müssen sich in anderen ja nicht wiederholen. Dafür ist so ein Austausch gut", erklärte Michael Stickeln. Gleichzeitig, so kündigte Stickeln am Freitagmittag an, soll es aber nicht bei der reinen Erhaltung der historischen Warburger Innenstadt bleiben. So soll bis zur Regionale 2022 eine Digitalisierung des Stadtkerns erfolgen. "Warburg soll digital erlebbar werden", fuhr der Rathaus-Chef fort. Anhand unterschiedlicher 3 D-Modelle historischer Straßen und Gebäude sollen Internetnutzer dann die Möglichkeit haben, einen virtuellen Stadtrundgang durch Warburg zu erleben. "Das ganze wollen wir mit den vorhandenen Online-Möglichkeiten verknüpfen und so einen Anreiz für Besucher schaffen, nach Warburg zu kommen und unsere Stadt kennenzulernen", so Stickeln. Die nächste Zusammenkunft der "Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW" findet im Herbst in Blomberg statt. Thema wird dann die Problematik von leerstehenden Gebäuden und deren möglichen Umbau in Wohnungen sein. "Ein spannendes Thema", so Austermann.

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