Ehrenamtspreis übergeben: Schriftführerin Petra Stellpflug (v. l.), Gertrud Niggemann (Ehefrau), Preisträger Günter Niggemann und der stellvertretende Vorsitzende Adolf Reddemann. - © Burkhard Battran
Ehrenamtspreis übergeben: Schriftführerin Petra Stellpflug (v. l.), Gertrud Niggemann (Ehefrau), Preisträger Günter Niggemann und der stellvertretende Vorsitzende Adolf Reddemann. | © Burkhard Battran

Manrode Dorfstifter ehrt Günter Niggemann

Preis für ehemaligen Bürgermeister

Burkhard Battran

Manrode. Im Borgentreicher Ortsteil Manrode kennt jeder jeden. Aber es gibt einen, den man dort ganz sicher niemandem vorstellen muss. Das ist Malermeister Günter Niggemann (75). Aber auch über die Ortsgrenzen hinaus kennt man Niggemann als letzten ehrenamtlichen Bürgermeister der Orgelstadt. Bei der Stifterversammlung wurde Niggemann für sein ehrenamtliches Lebenswerk mit dem Ehrenamtspreis der Dorfstiftung ausgezeichnet. "Die Dorfstiftung Manrode ist dafür da, Maßnahmen in Manrode finanziell zu unterstützen, vor allem aber wollen wir auch das ehrenamtliche Engagement für unserer Dorf würdigen", sagte der Stiftungsvorsitzende und Ortsvorsteher Detlef Unger. Ehrenamtspreisträger Günter Niggemann sei mit seinem lebenslangen Einsatz auch ein besonderes Vorbild für die Jugend, sich für das Dorf zu engagieren, betonte Unger. 1978 hat Niggemann die Anlage des Feuerlöschteichs und eine neue Heizungsanlage in der Berglandhalle initiiert. Weiter sind mit dem Namen von Günter Niggemann der Bau der Schutzhütte (1980) und des Sportlerheims (1981), der Umbau der alten Schule zum Kindergarten (1987), die Erneuerung der Ortsdurchfahrt (1989), sowie der Bau des Mannschaftsraumes für die Feuerwehr (1990) und die Einweihung des neuen Sportplatzes (1995) verknüpft. "Heute wollen wir Dank sagen für großes ehrenamtliches Lebenswerk", betonte Unger. "Ich freue mich über die Auszeichnung meines Heimatdorfes, möchte aber unbedingt herausstellen, dass alles, was hier mit viel Eigenleistung geschaffen worden ist, stets eine Gemeinschaftsleistung des gesamten Dorfes war", sagte Niggemann. Das 500-Einwohner-Dorf Manrode ist in der komfortablen Situation, über eine veritable Vermögensstiftung verfügen zu können. Auch neue Kostüme sollen angeschafft werden 2014 hat das Manroder Ehepaar Eva-Maria und Robert Wrede dem Dorf eine Schenkung von 150.000 Euro gemacht. 100.000 Euro sind davon als unantastbares Grundkapital in die Dorfstiftung eingegangen. 50.000 stehen zur Unterstützung von Dorfprojekten zur Verfügung. "Aktuell hat die Dorfstiftung durch Zustiftungen ein Grundkapital von insgesamt 111.066,26 Euro", sagte der stellvertretende Stiftungsvorstand Adolf Reddeman. Trotz zahlreicher unterstützten Maßnahmen verfügt die Stiftung dank verschiedenster Spenden derzeit noch über ein frei verfügbares Kapital von 32.000 Euro. So hat zuletzt der Windkraftbetreiber Klaus-Michael Orth der Dorfstiftung 3.000 Euro gespendet. Wenig eingebracht hat die Verzinsung des Stiftungskapitals. "Im letzten Jahr konnten wir gerade mal 377,14 Euro an Zinsen gutschreiben", erklärte Reddemann. An Initiativen plant die Dorfstiftung, mit jeweils 10.000 Euro den Hallenvorbau und die Teichsanierung zu unterstützen. Mit kleinen Summen von 350 und 400 Euro unterstützt die Dorfstiftung die Anschaffung neuer Kostüme für die Juniorentanzgarde und Partygarnituren für den Schützenverein. Mit einer Gedenkminute für die kürzlich im Alter von 84 verstorbene Stifterin Eva-Maria Wrede wurde die Sitzung eröffnet. Stifter Robert Wrede ist 89 Jahre alt.

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