Lautstarker "Affenzirkus": Der TC Peckelsheim sorgte für Dschungelatmosphäre während des Rosenmontagsumzuges. Angeführt von einem traktorfahrenden Gorilla und einem tanzenden Orang-Utan sorgten die verkleideten Primaten für Stimmung. - © Alexander Lange
Lautstarker "Affenzirkus": Der TC Peckelsheim sorgte für Dschungelatmosphäre während des Rosenmontagsumzuges. Angeführt von einem traktorfahrenden Gorilla und einem tanzenden Orang-Utan sorgten die verkleideten Primaten für Stimmung. | © Alexander Lange

Warburger Land Die Jecken sind los

Karneval: Die Rosenmontagszüge im Warburger Land waren wieder einmal gespickt mit bunten Kostümierungen und großen Mottowagen

Alexander Lange
Vivien Tharun

Anna-Lena Ryczek

Warburger Land. Die Jecken waren los. Am Rosenmontag zogen die Karnevalisten der Region durch die Orte, verteilten Frohsinn, Schnäpschen und Kamelle. Während Daseburg sich im Vergleich zum Vorjahr in der Anzahl der Zugteilnehmer immens steigern konnte, feierten Peckelsheim und Bühne in alter Tradition. Peckelsheim: Ein dreifachdonnerndes "Peckel Jauh!" - der ausgelassenen Stimmung konnte sich am Rosenmontag wohl kein Peckelsheimer entziehen. Mit zehn Mottowagen und 17 Fußgruppen zogen knapp 450 Narren durch den Ortskern. Start- und Zielpunkt war wie in jedem Jahr die Schützenhalle. Die Bistromiezen verkleideten sich als knallbunte und lustige Muffins, der TC Peckelsheim veranstaltete einen lautstarken "Affenzirkus". Die "Stinky's" sparrten als Mickey Mäuse nicht an Kamelle und Süßigkeiten, während der Frauenelferrat als Quallen einen Hauch von ozeanischer Atmosphäre versprühte. Doch während sich die Sonne zwischenzeitlich hinter Wolken versteckte und die ein oder andere Schneeflocke gen Boden rieselte, strahlten zwei Paare besonders um die Wette: Prinz Sebastian Genau mit Prinzessin Alina Reiermann sowie das Kinderprinzenpaar Finn Jonietz und Matilda Rudkoski. Sie alle ließen sich von den Scharen der Peckelsheimer Karnevalisten feiern. Am Straßenrand warteten buntverkleidete Einhörner neben Indianern, Wikingern und Cowboys, ehe in der Schützenhalle die große Rosenmontagsparty startete. Bühne: In Bühne ging es beim Rosenmontagsumzug kritisch zu, denn die Bühner Ortsbewohner machten ihrem Unmut über die verschärften Bestimmungen für den Rosenmontagsumzug Luft. Völlig ohne motorisierten Untersatz machte sich der bunte Lindwurm auf den Weg durch die Ortschaft. Kritik gab es jedoch an fast jedem Bollerwagen zu lesen: "Karneval ohne Wagen - was ist das schon? Damit stirbt wohl die nächste Tradition" stand dort in großen Lettern. Ebenfalls ungewöhnlich war die Lautstärke, mit der es durch die Straßen des Bördeortes ging. Wummern sonst bei jedem Umzug die Bässe, hatten die Bühner Jecken ihren Musikverein mit dabei, der mindestens genauso gut "Kölle Alaaf" spielen konnte wie die großen Boxen. Die Straßenränder säumten mehrere hundert Zuschauer. Insgesamt ließen sich die Karnevalisten den Spaß nicht verderben, aber ein bisschen Wehmut schwang in jedem Schritt mit, der beim Umzug gegangen wurde. Daseburg: Im Dorf am Fuße des Desenbergs, ist dieses Jahr zum Karnevalsumzug richtig was los: "Der Umzug ist im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent gewachsen", sagt Zugmeister Rainer Ehle. Gab es 2017 nur einen Wagen, sind in diesem Jahr vier Fußgruppen und ein Hauptwagen unterwegs. "Wir sind ungefähr 80 Leute", sagt Ehle. Auf dem großen Wagen ist aus Blechfässern eine ungefähr fünf Meter lange Rakete gebaut worden.

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