Symbolbild - © Kurt Ehmke
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Warburg Warburger Jäger lehnen Abschussprämie für Wildschweine ab

Warburg. Immer mehr Haus- und Wildschweine infizieren sich in den Ländern östlich der Bundesrepublik mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Allein im Januar 2018 meldete das Friedrich-Loeffler-Institut 759 Fälle infizierter Tiere. Der Kreis Paderborn greift daher zu drastischen Maßnahmen: Dort erhält jeder Jäger pro erlegtem Frischling, der bis zu 25 Kilogramm wiegt, eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro. "Das hängt mit der notwendigen Trichinenprobe zusammen. Die Kosten für diese Untersuchung übernimmt das Land, wenn das Schwein weniger als 25 Kilo wiegt", sagt Ute Frohss, Vorsitzende des Hegerings Warburg. Die Aufwandsentschädigung für abgeschossene Wildschweine lehnt Frohss aber ab: "Wir distanzieren uns davon. Wir möchten natürlich helfen, sehen uns aber nicht als Kopfgeldjäger." Es gebe auch andere Möglichkeiten, die Jagd auf Wildschweine zu unterstützen, so Frohss: "Zum Beispiel durch Bejagungsschneisen auf den Feldern". Dass die Wildschwein-Schonzeit verlängert wurde, begrüßt Frohss. "Es gibt einfach zu viele Wildschweine." Würde die Afrikanische Schweinepest in die Warburger Börde kommen, könnte das dramatische Folgen haben. Tausende Schweine müssten gekeult werden. "Das wäre dann ähnlich wie bei einer Geflügelpest. Dann geht es für die Landwirte um ganze Existenzen." Wichtig sei deshalb, die Anzahl der Wildschweine zu minimieren.

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