Gleich geht?s los: Knapp 30 Flüchtlingskinder warteten im Warburger Cineplex gespannt auf den Film "Die kleine Hexe". Popcorn und Getränke gab es dazu. - © Alexander Lange
Gleich geht?s los: Knapp 30 Flüchtlingskinder warteten im Warburger Cineplex gespannt auf den Film "Die kleine Hexe". Popcorn und Getränke gab es dazu. | © Alexander Lange

Warburg Raus aus dem Alltag, ab ins Kino

Vorführung: Dank der Initiative von Jürgen Thon und der Familie Schlinker erleben Flüchtlingskinder vergünstigten Kinonachmittag mit Popcorn und Getränken

Warburg. Der Einladung sind sie gerne gefolgt: Dank des Engagements von Jürgen Thon, seinen Helfern und der Familie Schlinker, durften knapp 30 Flüchtlingskinder einen unterhaltsamen Nachmittag im Cineplex Warburg erleben. Aufgeregt warteten die Kinder schon vor der Eingangstür, ehe es endlich losging. Mit Popcorn und Kaltgetränken nahmen sie im Kinosaal fünf Platz, um mit der "kleinen Hexe" auf Abenteuerreise zu gehen. Denn die kleine Hexe, gespielt von Caroline Herfurth, will unbedingt mit den anderen Hexen die Walpurgisnacht feiern. Doch leider ist sie viel zu jung. Weil sie sich aber trotzdem auf das Fest schleicht, bekommt sie eine gemeine Strafe aufgebrummt. Bereits zum zweiten Mal ermöglichten die Helfer um Jürgen Thon den kostengünstigen Nachmittag für die Kinder. Ausflüge ins Theater oder in den Tierpark kommen gut an Ihnen allen gefiel der Film und auch Jürgen Thon war vollends zufrieden. Da hatte er den kleinen Kinobesuchern wieder eine große Freude gemacht. "Ziel und Zweck der Aktivitäten ist es, den Kindern Angebote zu machen, an Freizeit, Sport, Spiel und Kulturveranstaltungen teilzunehmen", sagt Thon. Im November 2016 begann Thon den Flüchtlingen in der Kleebrede Deutschunterricht zu geben. Spielnachmittage gehörten ebenso zum Programm wie Filmabende und Unternehmungen außerhalb der Unterkunft. Dazu zählte auch, dass Plätzchen gebacken wurden, Kicker wurde gespielt oder Ausflüge ins Theater und in den Tierpark unternommen. In vielen Fällen half Thon auch bei bürokratischen Aufgaben, fuhr mit den Kindern zum Arzt oder vermittelte sie an Musikvereine im Ort. Seit dem Frühjahr geht Thon auch regelmäßig mit den Kindern schwimmen. "Eins hat sogar schon das Seepferdchen", sagt Thon. Seit November 2017 liegen die Betreuungsangebote dienstags parallel zum Nähkurs, um Eltern mit Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. "Für die Kinder aus der Bahnhofstraße haben wir eine neue Betreuerin gefunden", so Thon. Im vergangenen Jahr wurden die Aktivitäten aus dem Programm des Landes NRW "KOMM AN" zur Förderung der Integration von Flüchtlingen unterstützt. Aus dem Flüchtlingsfond des Erzbistums Paderborn werden in diesem Jahr die Betreuungsangebote für die Kinder finanziert. Es konnten unter anderem Materialien für die Angebote angeschafft und Fahrtkosten und Eintrittsgelder bezuschusst werden. "Die Kinder lernen, sich in Gruppen unterschiedlicher Nationen und Sprachen auf deutsch zu verständigen. Regeln im sozialen Umgang untereinander können gut spielerisch vermittelt werden", will Thon sich weiterhin engagieren: "Diese Kinder werden so später einmal wichtige Träger unserer Gesellschaft. In Kindern liegt die Zukunft."

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