Auf Knopfdruck: Mit einem Schlag auf den Buzzer gaben Carsten Torke (v. r.) und Karl-Heinz Rempe (v. r.) den Weg auf die schnelle Datenautobahn frei. Beobachter sind Andrea Nolte (Bauamt, v. l.), Josef Breuers, Karl-Heinz Wintermeyer (beide Telekom) und Heinz-Josef Seneca (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters). - © Josef Köhne
Auf Knopfdruck: Mit einem Schlag auf den Buzzer gaben Carsten Torke (v. r.) und Karl-Heinz Rempe (v. r.) den Weg auf die schnelle Datenautobahn frei. Beobachter sind Andrea Nolte (Bauamt, v. l.), Josef Breuers, Karl-Heinz Wintermeyer (beide Telekom) und Heinz-Josef Seneca (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters). | © Josef Köhne

Steinheim Steinheim auf 100 Megabit

Rund 3.700 Haushalte haben Zugang zum schnellen Internet

Josef Köhne

Steinheim. Der Fortschritt kommt und lässt sich nicht mehr aufhalten. Bürgermeister Carsten Torke drückte jetzt in der Nähe des Rathauses am neu installierten Multifunktionsgehäuse den "Roten Knopf" und gab damit offiziell den Weg für die schnelle Datenautobahn frei. Laut Telekom-Regionalmanager Karl-Heinz Rempe stehen damit mindestens 70 bis 80 Prozent der Steinheimer Haushalte Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) zur Verfügung. Mit dem neuen Netz sind somit problemlos Telefonieren, im Internet surfen und Fernsehen nebeneinander möglich. Das soll ebenso für Musik- und Video-Streaming sowie das Speichern in der Cloud gelten. "Das maximale Tempo steigt beim Herunterladen von 16 auf 100 MBit/s, beim Hochladen sind 40 MBit/s möglich", informierte Rempe. Profitieren können insgesamt 3.700 Steinheimer Haushalte. Um diesen Service bieten zu können, verlegte die Telekom etwa sieben Kilometer Glasfaser und stellte 18 neue Multifunktionsverteiler auf. Die Kosten je Verteiler belaufen sich auf jeweils 30.000 bis 35.000 Euro, das Neuverlegen der Breitbandkabel schlägt mit 50.000 bis 70.000 Euro je km zu Buche. In Steinheim waren rund 2,2 Kilometer neu zu verlegen. Rempe zufolge klettern bei solchen Maßnahmen die Investitionen schnell in den Millionenbereich. "Dieser Ausbau ist ausschließlich von der Telekom ohne Zuschüsse und Fördermittel realisiert worden", unterstrich Karl-Heinz Rempe das Engagement der Telekom Deutschland. Bereits für das kommende Jahr kündigte er den weiteren Ausbau auf das Super-Vectoring an, mit dem Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s zu erreichen sind. Von alleine kommt die schnelle Verbindung jedoch nicht zustande. "Wer sie nutzen möchte, muss sich anmelden", so Rempe. Neukunden steht dafür die kostenfreie Hotline (08 00) 3 30 30 00 zur Verfügung, Telekom-Kunden bekommen den Service unter Tel. (08 00) 3 30 10 00. Wer den Netzbetreiber per E-Mail kontaktieren möchte, kann dies unter medien@telekom.de. Bezüglich der noch verbleibenden "weißen Kreise" ohne Zugriff auf das schnelle Internet gab Bürgermeister Carsten Torke bekannt, dass der Kreis Höxter die Aufträge hierfür bereits ausgeschrieben hat. Ob die Telekom auch den Zuschlag bekommt, ist allerdings noch offen. Fakt ist aber, dass ein Jahr, nachdem die Bundesnetzagentur der Auftragsvergabe zugestimmt hat, der Ausbau abgeschlossen sein muss. "Angesichts des unkalkulierbaren Wetters ist das oftmals eine große Herausforderung für unsere Bauabteilung", verwies Rempe auf den enormen Druck, unter dem die Unternehmen oftmals handeln müssen.

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