Vorfreude: Emely, Luca und Henrik konnten es kaum erwarten, dass sich der Martinszug in Bewegung setzte. Fotos: Josef Köhne - © Josef Köhne
Vorfreude: Emely, Luca und Henrik konnten es kaum erwarten, dass sich der Martinszug in Bewegung setzte. Fotos: Josef Köhne | © Josef Köhne

Steinheim Steinheim im Licht der Fackeln und Laternen

Martinszug und Karneval: Beim Reineccius-Markt geht alles zusammen.

Josef Köhne

Steinheim. Der Himmel war am Samstagabend mit den Steinheimern: Pünktlich mit dem Beginn des Martinszugs schloss er seine Schleusen und ließ die 380 Kinder aus allen Kitas der Stadt Steinheim trockenen Hauptes mit ihren Fackeln über den illuminierten Reineccius-Ring zum Ehrenfriedhof ziehen. Angeführt wurde der Zug von St. Martin hoch zu Ross sowie den Pechfackeln tragenden Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Da die Kinder von Eltern, Geschwistern und Großeltern begleitet wurden, zogen schließlich rund 1.000 Menschen durch die Stadt. Auf dem Ehrenfriedhof stieg St.Martin vom Pferd, um mit dem Schwert seinen Mantel zu teilen und eine Hälfte dem dort hockenden Bettler zu schenken. Party auf dem illuminierten Marktplatz Musikalische Unterstützung bekamen die singenden Kinder von der Stadtkapelle Steinheim. Anschließend wurden die Gäste des Reineccius Marktes auf dem Ehrenfriedhof hervorragend vom Klassik Trio Dr. Martin unterhalten. Auf dem ebenfalls zauberhaft illuminierten Marktplatz feierten die Bürger zur Musik mehrerer Bands "ihren" Querdenker Reineccius, während die Karnevalisten kräftig mit ihnen auf den Beginn der fünften Jahreszeit anstießen. Einen kleinen Wermutstropfen ließ das feuchtkalte Wetter in den ansonsten süßen Wein tropfen. Die gute Stimmung konnte das allerdings nur wenig trüben, denn die lässt man sich in Steinheim bekanntlich von keinem nehmen. Nicht einmal vom Wettergott. Den Beweis dafür lieferten Bürgermeister Carsten Torke und StKG-Präsident Dominik Thiet. Sie ließen sich von der NW zu einer Fahrt im Kinderkarussell einladen und hatten dabei einen Riesenspaß. Am Sonntag waren alle Steinheimer und der Rest der anständigen Welt zum Bummeln durch die Innenstadt eingeladen. Die Geschäfte hatten geöffnet und zahlreiche Buden und Karussells luden zum Schlemmen und Genießen ein. Und wer sich als Querdenker betätigen wollte, der durfte es mit dem Historiker Reineccius halten und zu allem und jedem seine Meinung sagen.

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