Vor Publikum: Maritha Hillebrandt (81) liest im Steinheimer Rathaussaal aus ihren Werken. - © Sabrina Klenke
Vor Publikum: Maritha Hillebrandt (81) liest im Steinheimer Rathaussaal aus ihren Werken. | © Sabrina Klenke

Steinheim Fantasie, Krimi und Persönliches beim Steinheimer Leseabend

Sechs lokale Autoren lesen bei der Premiere

Sabrina Klenke

Steinheim. Rund 50 Gäste lauschten gespannt den Kurzgeschichten, Gedichten und Textauszügen über Drachen, Mörder, den Geschichten aus dem Leben und der Region beim ersten Steinheimer Leseabend im Steinheimer Rathaussaal. Von heiterer, leichter Kost bis zu sehr persönlichen Texten sowie auch Texten mit thrillerhafter Anspannung wurde den Zuhörern alles geboten. Markus Waldhoff hatte gemeinsam mit der Jungen Kultur Steinheim diese Veranstaltung ins Leben gerufen. Als Ersatz zum Märchenabend, der in diesem Jahr ausfiel, war diese Veranstaltung angedacht. Markus Waldhoff ist selbst begeisterter Hobbyautor und hat sich sehr über die große Resonanz gefreut. Die Bereitschaft lokaler Autoren, diesen Abend mitzugestalten, war so groß, dass er einigen Autoren sogar absagen musste, berichtet er. Hobbyautoren aus der Region Alle Autoren des Abends sind Hobbyautoren mit der Leidenschaft zum Schreiben. Manch einer schon etwas länger, wie die 81-jährige Maritha Hillebrandt, die schon 1999 ihren ersten literarischen Band herausbrachte. Dabei wäre es vielleicht gar nicht dazu gekommen, wie Hillebrandt schildert: „Mein Mann hat mich hier, ohne dass ich es wusste, angemeldet. Jetzt bin ich ihm dankbar dafür. Selbst hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht getraut." Ebenfalls schon länger schreibt Lisa Richter, die mit 15 Jahren bereits ihr zweites Buch „Geschwistermörder" herausbringt. Anke Ostwald-Meier hat hingegen erst durch ihre eigenen Kinder den Ansporn zum Schreiben gehabt. „Diese wollten auch einmal Geschichten von einem guten Drachen, der einen bösen Drachen besiegt." So wurden die Geschichten rund um den Drachen Sigon geboren.  Kurzgeschichten mit Witz Josef Schlüter las aus seinem sehr persönlichen Buch „Der Weg zur Stille", dessen Inhalt sich unter anderem mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Werner Pfeil, der sechste Autor der Runde und leidenschaftlicher Krimiautor, hatte sich für den Abend etwas Besonderes überlegt: Er las nicht aus seinen Krimiromanen, die allesamt in OWL spielen. Zwar hatte er diese wie auch alle anderen Autoren mitgebracht, aber er las, wie er es nennt „Abfallprodukte" von seinen Krimis vor: Kurzgeschichten, die gerne auch eine witzige Note enthalten. Während der Pausen gab es für die Gäste des Abends die Möglichkeit für Gespräche mit allen anwesenden Autoren. Ob es eine Weiterführung des Steinheimer Leseabends geben wird, ist noch offen. Für Steinheim und die begeisterten Zuhörer ist dies aber sicherlich zu hoffen.

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