Ottenhausen Kabarett mit den Bullemännern

Staubtrocken und saukomisch

Ottenhausen. Einen Westfalen bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Aber wenn liebestolle Dorfbewohner aus Plüschhandschellen und Kuhketten befreit werden müssen, wenn schon ein knisterndes Bonbonpapier einen Festsaal zur Explosion bringen kann, und wenn das Faultier das heimatliche Wappentier werden soll, dann wird auch er "rammdöösig". Auf Einladung des Heimatvereins Ottenhausen ist das Kabarett-Trio "Bullemänner" am Samstag, 10. Dezember, um 20 Uhr und am Sonntag, 11. Dezember, um 17 Uhr zu Gast in Ottenhausen. Auch in dem aktuellen, zwölften Programm der Bullemänner spiegelt sich die große weite Welt in der Dorfpfütze: Der russische Oligarch, der ganz Suchtdrup aufkauft oder die ausgemusterte Drohne aus dem Afghanistan-Einsatz, die als Löschdrohne "Florian" Chaos in die Leitstelle der Feuerwehr bringt. "Rammdöösig", das sind schräge und tiefschwarze Geschichten und Lieder - staubtrocken und saukomisch. Eheliche Richtungskämpfe um Toilettenpapier, Wiedergeburt im Getränkeshop und der todtraurige Sensenmann - das alles ist nichts gegen die wirklich wichtigen Fragen: Wann hat das Schlange-Stehen vor dem Damenklo ein Ende? Was mach' ich mir nen Kopf über das Leben nach dem Tod, wo ich schon mit dem Leben vorher genug am Hals habe. Feinschmecker pilgern zum "Kotelett-Outlet" von Metzger Wilm, Verzweifelte fliehen zur Flirtakademie "Partnerkitt" - Mutige gehen zu den Bullemännern: Augustin Upmann und Heinz Weißenberg - den ausgelassensten Westfalen außerhalb von Legden.

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