Viele Familien: Das Lebensbaumprojekt in Steinheim in Zusammenarbeit mit den Vinsbecker Metternich-Quellen ist ein voller Erfolg. Fotos (2): Jonas Gröne - © Jonas Gröne
Viele Familien: Das Lebensbaumprojekt in Steinheim in Zusammenarbeit mit den Vinsbecker Metternich-Quellen ist ein voller Erfolg. Fotos (2): Jonas Gröne | © Jonas Gröne

Steinheim Lebensbaum als Ankerpunkt für Familien

Lebensbäume in Steinheim und Vinsebeck erinnern an Neugeborene

Jonas Gröne

Steinheim. Von einem Rekordjahr sprach Steinheims Bürgermeister Carsten Torke bei der diesjährigen Lebensbaumpflanzung: 129 Kinder waren im letzten Jahr in Steinheim und den umliegenden Ortschaften zur Welt gekommen. Die an der Aktion teilnehmenden Kinder wurden jetzt mit einem Lebensbaum und einer Gedenktafel geehrt. »Der Baum stehtals Symbol für unser Leben« Mit dem Lebensbaumprojekt der Stadt Steinheim und der Graf-Metternich-Quellen kommt den Neugeborenen des letzten Jahres eine besondere Ehre zu. Seit 2009 werden die Lebensbäume in Steinheim und Vinsebeck gepflanzt. Bürgermeister Carsten Torke erinnerte sich an den Baby-Boom aus dem letzten Jahr: „Wir hatten 129 Kinder im letzten Jahr. Es gehen immer mehr junge Menschen in die Stadt und verlassen ihre Heimat. Wir freuen uns als Kommune, dass es auch umgekehrt geht." In der Stadthalle Steinheim gab es die Begrüßung für die rund 90 teilnehmenden Familien in diesem Jahr. Dabei machen 62 Familien aus der Kernstadt und 28 Familien aus den umliegenden Ortschaften mit. Mit einem Bus fuhren die Familien nach Vinsebeck, um den Lebensbaum zu pflanzen und die Gedenktafel zu enthüllen. Auf einen Spaziergang ließen sich derweil die Steinheimer ein, denn die Eiche stand nicht weit von der Stadthalle entfernt im Altenhagen. Die Grundidee hinter dem Lebensbaumprojekt sei die Heimatbindung: „Der Baum steht als Symbol für unser Leben. Hier ist er biotopisch vernetzt wie wir es im Leben auch sind", sagt Torke und hebt auch den Aspekt der Nachhaltigkeit hervor: „Wir wollten den Neugeborenen eine besondere Bedeutung zukommen lassen. Das ist auch eine schöne Erinnerung. Man kann am Baum entlang spazieren und ihn besuchen." Graf-Metternich-Quellen-Geschäftsführer Andreas Schöttker sehe darin auch den Anspruch seines Unternehmens: „Wir setzen ebenfalls auf Nachhaltigkeit und Ökologie mit unserem Wasser. »Das ist grundlegend für ein Heimatgefühl« Der Baum braucht wie wir Wasser zum Wachsen und zum Leben. Wir wollen einen Ankerpunkt bilden. Das ist grundlegend für ein Heimatgefühl." Im Altenhagen pflanzten Torke und Schöttker unter blauem Himmel die Eiche und enthüllten anschließend die mit 64 Namen bestückte Gedenktafel. Zwei Nachzügler kamen noch aus dem Jahr 2016 dazu. Persönlich verlesen wurden alle Namen von Bürgermeister Torke. Im Anschluss konnten die Familien individuelle Fotos machen und ihre Namen auf der Tafel suchen. „Die Kinder werden gewürdigt. Das ist eine schöne Erinnerung. Hier kann man auch spazieren gehen", sagt Mutter Julia Festing. In der Stadthalle gab es abschließend noch ein kleines Bühnenprogramm mit der Freilichtbühne Bellenberg, die Szenen aus ihrem Kindertheater zeigten.

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