Regieren gemeinsam: Prinz Thomas, der charmante Jongleur von Bits und Bytes, und Prinzessin Kirsten, die Sinfonie der Heiterkeit, erhalten auf dem 55 Meter langen Weg zur Bühne hunderte Glückwünsche von den begeisterten Gästen des großen Galaabends in der farbenfroh geschmückten Stadthalle. Fotos: Madita Schellenberg - © Madita Schellenberg
Regieren gemeinsam: Prinz Thomas, der charmante Jongleur von Bits und Bytes, und Prinzessin Kirsten, die Sinfonie der Heiterkeit, erhalten auf dem 55 Meter langen Weg zur Bühne hunderte Glückwünsche von den begeisterten Gästen des großen Galaabends in der farbenfroh geschmückten Stadthalle. Fotos: Madita Schellenberg | © Madita Schellenberg

Steinheim Großer Jubel für die Steinheimer Prinzessin

Geheimnis gelüftet: Prinzessin Kirsten Volmer regiert die Steinheimer Narren an der Seite von Prinz Thomas Fichter

Madita Schellenberg

Steinheim. Es ist eine Session der Überraschungen: Während die Mitglieder des StKG-Präsidiums das Publikum bereits bei der Prinzenkürung mit Tollität Thomas Fichter verblüfften, staunten nun auch die Gäste beim großen Galaabend nicht schlecht, als Prinzessin Kirsten Volmer den Saal betrat. Der Jubel aller Jecken war groß, die Überraschung in vielen Gesichtern deutlich zu sehen. "Mich hatte wohl gar keiner auf der Rechnung", rief Kirsten Volmer selbst lachend. "Manch einer wird sich wundern, woher diese Verbindung stammt", sagte Fichter. "Kirsten und ich kennen uns seit fast 25 Jahren, unter anderem durch gemeinsame Jugendzeltlager", erklärte er dann. Mit seiner Prinzessin hat der Prinz einen wahren Volltreffer gelandet: Denn Kirsten Volmer liebt und besingt den Steinheimer Karneval als "Party Chicken", ist Mitglied bei den närrischen Kump(el)stilzchen, und Ehemann Andreas Volmer war rund zwölf Jahre lang Vizepräsident der StKG. Gerade diese Nähe zu den Kump(el)stilzchen und dem Elferrat habe es allerdings auch schwer gemacht, das Geheimnis in den vergangenen Wochen zu bewahren. Durch StKG-Präsident Dominik Thiet erhielt das Prinzenpaar bei der Inthronisierung am Samstagabend seine jecken Beinamen: Sie regieren ab sofort als Prinz Thomas, der charmante Jongleur von Bits und Bytes, und Prinzessin Kirsten, die Sinfonie der Heiterkeit. Das anschließende Programm, vorgetragen auf der als Comic-Heft gestalteten Bühne, war dann frech, schrill und bunt - so wie der Inhalt eines lustiges Taschenbuchs eben sein soll. Denn das Sessionsmotto lautet: Comics und Cartoons. So begeisterte unter anderem Monika Nolte in der Bütt. Zwar zeigte sie sich der Meinung, Frauen ab 50 seien für Männer unsichtbar - doch mit ihrem aufreizenden Kleid waren ihr die Blicke der Jecken sicher. Wie man auf sich aufmerksam macht und das Publikum begeistert, das wussten auch die Gardisten der StKG: Während sie Jürgen Spier als Superman über die Bühne "fliegen" ließen, bewiesen die Tänzer zur Musik der Backstreet Boys ihr Rhythmusgefühl. »Mich hatte wohl gar keiner auf der Rechnung« Das wiederum ließen auch die "Kumpels mit Stil" nicht vermissen: Das neue Männerballett brachte die Stimmung in der Halle zum Kochen. Ebenso die Tanzformation "Take Drive". Emotional wurde es, als sich Solomariechen Maren Mertens mit ihrem letzten offiziellen Tanz von der Bühne der StKG verabschiedete. Die Prinzengarden standen anschließend beim Ausmarsch Spalier und schenkten ihr zahlreiche Rosen. Schließlich war Mertens in den vergangenen Jahren fester Bestandteil des Steinheimer Karnevals: Vor rund 18,5 Jahren stand sie das erste Mal als Tanzmariechen auf der Bühne. Zum Ende der Session hört sie allerdings nicht komplett auf: Sie wird der Garde als Trainerin erhalten bleiben. Im weißen Kittel und mit Gitarre in der Hand, behandelten dann die "jungen Ärzte" Dirk Lange und Udo Klare all die Themen, die die Steinheimer Bürger und ihren Bürgermeister in den vergangenen Monaten bewegten. Von der Windenergie bis hin zum Abriss der Gebäude in der Detmolder Straße - vor keinem Thema machten die beiden Jecken halt. Denn während man Joachim Franzke oft mit Spaten in der Hand gesehen habe, würde sich Carsten Torke vielmehr als "Abrissbirne aus Vinsebeck" einen Namen machen. Und schließlich muss man dann als erster Bürger der Stadt auch schon mal für Ereignisse herhalten, für die man eigentlich gar nichts kann - wie die Sanierung der B 252: "Die Sperrung der Ossi, die war ein Graus, bei uns in der Stadt gab es Chaos und Staus. Mit dem Auto ging es nicht weiter - da war es besser ich walke. An zig Ampeln musste ich an Dich denken, Carsten Torke", sangen Lange und Klare und sorgten mit ihren Texten für großen Spaß in der Halle. Dabei wurden nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die jüngsten Präsidiumsmitglieder, Ex-Hofmarschall Patrick Ahnert und Festwirt Elmar Meilenbrock mit jeckem Spott bedacht. Gegen Mitternacht endete dann das Programm. Gefeiert wurde aber noch bis zum frühen Morgen.

realisiert durch evolver group