Große Ehre: DDie Spitzen der Stadt waren zur Vergabe der Bürgermedaille angetreten, der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Jarosch (v. l.), Franz-Josef Wiechers, Bürgermeister Carsten Torke, Josef „Jüppi" Hagedorn und der stellvertretende Bürgermeister Hubert Ostermann. - © Josef Köhne
Große Ehre: DDie Spitzen der Stadt waren zur Vergabe der Bürgermedaille angetreten, der stellvertretende Bürgermeister Gerhard Jarosch (v. l.), Franz-Josef Wiechers, Bürgermeister Carsten Torke, Josef „Jüppi" Hagedorn und der stellvertretende Bürgermeister Hubert Ostermann. | © Josef Köhne

Steinheim Ehrung für zwei verdiente Steinheimer Bürger

Ehrenamt: Bürgermeister Carsten Torke überreicht Franz-Josef Wiechers und Josef „Jüppi“ Hagedorn die Bürgermedaille Steinheims. Ihr Engagement ist herausragend

Josef Köhne

Steinheim. „Freiwilliges Engagement basiert auf persönlicher Motivation. Es entsteht aus freiem Willen, aus eigener Entscheidung heraus und ist ein Weg zur bürgerschaftlichen Beteiligung im Gemeinwesen. Freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement findet in Form von Aktivitäten einzelner oder in Gruppen statt und wird in der Regel im Rahmen einer Organisation ausgeübt." So definierte Bürgermeister Carsten Torke während einer Sondersitzung des Rates der Steinheim das, was diejenigen Menschen in hohem Maße einbringen, die einmal im Jahr vom Rat der Stadt mit der Bürgermedaille geehrt und ausgezeichnet werden. Für das Jahr 2017 erhielten diese hohe Auszeichnung Franz-Josef Wiechers und Josef Hagedorn. Im Einsatz für die Dorfgemeinschaft In seiner Laudatio hob Carsten Torke die Verdienste hervor, die sich Franz-Josef Wiechers insbesondere für „seinen geliebten Heimatort Ottenhausen" erworben hat. Demzufolge wirkte Wiechers im Stadtrat, im Ortsausschuss Ottenhausen im Schützenverein und im Heimatverein aktiv mit. In zahllosen Stunden erforschte er die Geschichte der Bauernburg und recherchierte in alten Kirchenbüchern, Schulchroniken, Gemeindechroniken und Familienchroniken, um mit diesem gesammelten Wissen die Geschichte der Ortschaft Ottenhausen zu vervollständigen und der Nachwelt als ein großes Ganzes zu hinterlassen. Engagement und Ausdauer „Viel Herzblut hat er in den Aufbau sowie die Fertigstellung des Heimatmuseums investiert, Ausstellungs-Exponate aufgearbeitet und renoviert. Das Ortsarchiv und die Vervollständigung des kleinen Heimatmuseums sind das Ergebnis eines beeindruckenden und leidenschaftlichen Engagements. Sie sind das Lebenswerk von Franz-Josef Wiechers", so Carsten Torke. Zu nennen sei weiterhin sein Einsatz anlässlich der 1150-Jahrfeier, beim jährlichen Bauernmarkt sowie bei der Betreuung von Besuchergruppen des Bundes-Golddorfes und von Helfern, die im Landschafts- und Naturschutz eingesetzt waren. Zu loben sei seine Ausdauer bei der Durchsetzung von Anträgen. Ein Leben für den fairen Sport Als zweite mit der Bürgermedaille ausgezeichnete Persönlichkeit stellte Bürgermeister Torke einen Sportmann vor, der in Steinheim bekannt ist, wie der Uwe in Hamburg oder der Franz in München. Josef „Jüppi" Hagedorn ist ein Urgestein des SV 21 Steinheim. Bis zu seiner schweren Verletzung war er der Fels in der Abwehr. Bis zu 190 Anzeigen für eine Vereinsschrift eingeworben Danach arbeitete er im Vorstand des SV 21 mit, war stellvertretender Vorsitzender und mehr als dreieinhalb Jahrzehnte Sponsorenfinder. Als solcher klapperte er die Geschäfte und Unternehmen ab und beschaffte über diese Tätigkeit unter anderem die Finanzmittel für den Druck der zweimal jährlich erscheinenden Vereinsschrift. Bei dieser Tätigkeit, bei der er bis zu 190 Anzeigen pro Heft einwarb, sei „Jüppi" zwar hartnäckig gewesen, nie jedoch unangenehm aufgefallen, lobte der Bürgermeister den Geehrten als einen echten Kämpfer und fairen Sportsmann. Torke: „Treue zum Verein, Freude an der Gemeinschaft, ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und eine ausgesprochen sportliche Fairness – sein Credo lautet: ‚Der Bessere soll gewinnen‘. Diese Werte hat Josef ,Jüppi‘ Hagedorn (vor)-gelebt." Die Bürgermedaillen mit Urkunden und Anstecknadeln überreichte der Bürgermeister unter dem anhaltenden Beifall der Ratsmitglieder und Ehrengäste. Musikalisch wurde der Festakt von einem Sextett der Städtischen Musikschule in der Besetzung Dagmar Brinkmann-Unger, Josef Thiemann, Dieter Brinkmann, Beatrice Groll, Katharina Winkler und Caroline Winkler begleitet. Intoniert wurden barocke Werke von Antonio Vivaldi und J. S. Bach sowie ein flotter Tico Taco. Zum Sitzungsbeginn erinnerte Torke an das verstorbene ehemalige Ratsmitglied und stellvertretenden Bürgermeister Karl-Josef Lödige. Die Anwesenden bat er um eine Gedenkminute.

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