Mit Gottes Segen: Mit einem kräftigen Ja nahm Tim Wendorff das Amt des Pfarrers, Predigers und Seelsorgers von Superintendent Volker Neuhoff (Mitte), Pfarrer Wolfgang Neumann (l.) und Pfarrer Gunnar Wirth an. - © Josef Köhne
Mit Gottes Segen: Mit einem kräftigen Ja nahm Tim Wendorff das Amt des Pfarrers, Predigers und Seelsorgers von Superintendent Volker Neuhoff (Mitte), Pfarrer Wolfgang Neumann (l.) und Pfarrer Gunnar Wirth an. | © Josef Köhne

Nieheim Tim Wendorff ist ordinierter Pfarrer in Nieheim

Superintendent Volker Neuhoff leitet den Einführungsgottesdienst

Josef Köhne

Nieheim/Marienmünster. Das vom Posaunenchor gespielte prächtige Trumpet voluntary (Lobet froh den König) von Jeremiah Clarke stimmte die Besucher der Nieheimer evangelischen Kreuzkirche am Sonntagnachmittag auf ein nicht alltägliches Ereignis, die Ordination von Tim Wendorff, ein. Der bis dahin als Pfarrer im Probedienst tätige Seelsorger ist nach dieser Einsetzung mit allen Rechten und Pflichten in die Dienstgemeinschaft der Geistlichen eingetreten. Geleitet wurde der festliche Akt von Superintendent Volker Neuhoff. Ihm assistierten die Pfarrer Wolfgang Neumann und Gunnar Wirth. In seiner Predigt zitierte Neuhoff aus dem Buch Jesaja den Vers „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen – die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König." Darauf Bezug nehmend wünschte er Tim Wendorff „Schuhe, die klein genug sind, um keinen Flurschaden anzurichten und groß genug, um darin sicheren Halt zu finden." Superintendent Neuhoff zufolge wurde das Landeskirchenamt vom Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Marienmünster-Nieheim offiziell um die Bestellung Tim Wendorffs zum Pfarrer gebeten. In seiner ersten Predigt als ordinierter Pfarrer brachte Wendorff seinen Dank für die Segenswünsche der Kolleginnen und Kollegen sowie der Presbyter zum Ausdruck. Es sei ein besonderer Tag, ein besonderer Gottesdienst und ein Segen, der ihn in besonderer Weise berühre, erklärte er. Aber er sei sich auch der großen Aufgabe bewusst, die er nun als Prediger und Verkünder des Wortes Gottes wahrzunehmen habe. „Wenn der Glaube aus der Predigt kommt, dann ist die Verantwortung des Predigers enorm groß", so Wendorff. Er selbst könne keine lange Liste mit Leuten aufweisen, die sagten, dass sie aufgrund seiner Predigt zum Glauben fanden. Die meisten, die zum Sonntagsgottesdienst kämen, seien bereits gläubig. Doch gehe es einerseits um das Bekennen des Glaubens mit dem Mund, andererseits gehe es um das Hören. Doch Glauben bestehe nicht aus Phrasen, sondern aus dem öffentlichen Bekenntnis und aus dem sich daraus entwickelnden Leben. Den Kirchenchor leitete Christiane Neumann, den Posaunenchor Sybold Bouma und an der Orgel begeisterte einmal mehr Dennis Pape. Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim fanden die Gäste Gelegenheit, Pfarrer Wendorff ihre Glück- und Segenswünsche auszusprechen. Unter ihnen waren Kollegen, die mit Wendorff in Tansania soziale Dienste geleistet hatten. Für die katholische Kirche gratulierte Pfarrer Heribert Ester mit einem Bild.

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