Feierliche Schlüsselübergabe: Die Verantwortlichen freuen sich über die Eröffnung der neuen Grundschule. - © Josef Köhne
Feierliche Schlüsselübergabe: Die Verantwortlichen freuen sich über die Eröffnung der neuen Grundschule. | © Josef Köhne

Nieheim Neue Grundschule feierlich eröffnet

Nach einem gewaltigen Kraftakt ist das neue Vorzeigegebäude der Stadt Nieheim bezogen worden

Nieheim. „Die Anstrengungen müssen wahnsinnig groß gewesen sein, das Ergebnis ist noch größer.“ Mit diesem Satz brachte ein kompetenter Gast nach der offiziellen Eröffnung der neuen Grundschule Nieheim zum Ausdruck, was die Teilnehmer zuvor gehört und erlebt hatten: Der Umbau der ehemaligen Hauptschule zur Grundschule war ein Kraftakt, bei dem Rektorin Karin Finkeldei und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Dietmar Becker die Hauptlast schulterten. Begrüßt wurden die geladenen Gäste und zahlreichen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche und Schule von Karin Finkeldei, ihrer Puppe Mäxchen sowie den moderierenden Viertklässlern Santiago, Leni und Anastasia. Ein dickes Kompliment in Form von anhaltendem Beifall bekamen die Grundschüler für ihre in wenigen Tagen eingeübten Vorführungen und Musikbeiträge, bei denen selbst die erst am Donnerstag eingeschulten i-Dötze, Dank der Kooperationen im Bildungshaus, bei dem uraufgeführten Schullied „Wir lernen mit Kopf, Herz und Hand, das ist unser Motto“ kräftig mitsingen konnten. »Der 1. September 2017 ist der schönste Tag in meinem Berufsleben« Im zweiten Programmteil stellten Rektorin Finkeldei und Konrektorin Anette Berndt die Schule, die Konzepte, die Ziele, die zahlreichen Fördermöglichkeiten und Leitlinien ihrer christlich ausgerichteten, für alle Religionen offenen Lehreinrichtung vor. Dank sagten sie allen am Bau beteiligten Institutionen, Personen, Behörden und den Sponsoren, die es ermöglichten, dass sich Sonderwünsche des Kollegiums, der Eltern und der Schüler (Zentrum für Begabtenförderung/Schulhof als Generationentreff) erfüllen ließen. Bürgermeister Rainer Vidal zeigte sich mit vor Stolz geschwellter Brust. „Der 1. September 2017 ist der schönste Tag in meinem Berufsleben“, erklärte er. Herzlich dankte er Dietmar Becker, der in den letzten Monaten praktisch Tag und Nacht für die Schule im Einsatz gewesen sei („gäbe es Dietmar Becker nicht, gäbe es diese Schule nicht“). Ebenso dankte er dem Lehrerkollegium, das wegen des Umzugs praktisch auf die Sommerferien verzichtete. Bezüglich der verausgabten sechs Millionen Euro Kosten rechnete Vidal vor, dass diese Summe rund 50 Prozent des städtischen Haushalts ausmacht. Gefördert wurde der Umbau zu gleichen Teilen von Land und Bund. Dankbar sei er dem Rat der Stadt Nieheim, der dem Projekt zugestimmt und damit gezeigt habe, dass es in Nieheim eine Priorität für Bildung gibt. „Ich bin unglaublich stolz auf jene, die dieses Projekt gestemmt haben“, so Vidal. Für die Schulpflegschaft und den Förderverein Grundschule gratulierten Gabi Fischer und Claudia Westerwelle dem Kollegium und dem Hausherrn. „Kommt mal nach Nieheim und schaut euch die Schule an“, punktete Kreisdirektor Klaus Schumacher nicht nur bei denen, die sich im Karneval auskennen. „Von dem, was ich bisher gesehen habe, bin ich hellauf begeistert.“ Mit dieser Einrichtung könne Nieheim zu einem Schwerpunkt der Bildungslandschaft im Kreis Höxter werden. Begeistert zeigte sich die Leitende Regierungsschuldirektorin Rita Berens von den neuen Räumen und den neuen Möglichkeiten. Den Förderansatz der Schule nannte sie vorbildlich. Ebenso den Einsatz der Schulleitung (Finkeldei/Berndt) für die Hochbegabtenförderung. Das Engagement von Bürgermeister Vidal und Dietmar Becker nannte sie vorbildlich. Grüße und gute Wünsche für die beiden großen Kirchen übermittelten Pfarrer Tim Wendorff und Pastor Heribert Ester. Gemeinsam hatten sie tags zuvor in der Aula den Schulgottesdienst gefeiert und die neuen Räume mitsamt ihrer Nutzer gesegnet. Ein großes Lob auf die „hinter dem Berg (Egge) liegende Stadt Nieheim“ brachte Architekt Wolfgang Just zum Ausdruck. Den unermüdlichen Dietmar Becker nannte er „Vater und Mutter des Projekts.“ Aufgrund dessen außergewöhnlicher Leistungen habe sein Büro Becker den Status eines Ehrenbauleiters verliehen. Anschließend zog Just seinen Hut, um selbst 400 Euro hineinzulegen und ihn dann für den weiteren Ausbau der Schule bei den Gästen „als Klingelbeutel“ kreisen zu lassen. Nach dem offiziellen Festakt und der Schlüsselübergabe waren die Gäste zum Imbiss und zur Besichtigung der Räume eingeladen. Sehenswert sind die von den Schülern vorbereiteten Ausstellungen, die während der Nieheimer Holztage zu sehen sind.

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