In memoriam: Felix Kukuk, Steffi Rolf, Bernd Kukuk, Ulrich Pieper und Jochen Gehle (v. l.) trugen aus den Werken des Heimatdichters Fritz Kukuk vor. - © Josef Köhne
In memoriam: Felix Kukuk, Steffi Rolf, Bernd Kukuk, Ulrich Pieper und Jochen Gehle (v. l.) trugen aus den Werken des Heimatdichters Fritz Kukuk vor. | © Josef Köhne

Himmighausen Stimmungsvolle Dichterlesung im Himmighausener Schlosspark

Fritz Kukuks zeitlose Gedichte erinnern, mahnen, berühren und erheitern

Josef Köhne

Himmighausen. Im Reigen der Dorffeste, die sich in die 775-Jahr-Feiern der Stadt Nieheim einreihen, setzte die Ortschaft Himmighausen am Samstagnachmittag mit ihrer Dichterlesung im neu gestalteten Schlosspark der Familie von Puttkammer einen weiteren Glanzpunkt. Bei dem von der Dorfgemeinschaft sorgfältig und mit viel Liebe vorbereiteten Fest war die Tischdekoration der malerischen Umgebung angepasst. Vor den Bildern des Heimatdichters Fritz Kukuk standen Vasen mit weißem und lilafarbenem Flieder. Zudem trug die gut funktionierende Übertragungstechnik dazu bei, dass sowohl die Überleitungen des angenehm moderierenden Ortsausschussvorsitzenden Thomas Müther als auch die an der Dichterlesung beteiligten Personen von allen Gästen einwandfrei zu verstehen waren. Sohn, Enkelin und Urenkel trugen die Gedichte vor Die Vortragenden waren Fritz Kukuks Sohn Bernd, Enkelin Steffi Rolf und Urenkel Felix Kukuk. Die drei Nachkommen lasen aus dem Buch „Tief aus dem Brunnen meiner Seele“ vornehmlich jene Gedichte, in denen sich die tiefen Gefühle, aber auch die heiteren und unliebsamen Erfahrungen des bodenständigen Westfalen wiederfinden. Kukuks Neffen, Nieheims Stadtheimatpfleger Ulrich Pieper, war es vorbehalten, das Lied auf die „Märchenstadt Nieheim“ zu singen. Heiterkeit, amüsiertes Schenkelklopfen und überschäumende Fröhlichkeit breitete sich im Publikum aus, als der in Himmighausen aufgewachsene Schauspieler Jochen Gehle mit professionellem Ausdruck die Verse über ein „Verführerisches Weib“ vortrug. Musikalisch umrahmte das von Fernando Cienfuegos dirigierte Blasorchester Himmighausen die rundum gelungene Veranstaltung. Dabei fiel angenehm auf, dass sich die Musiker mit Volksliedern wie „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Wo die Weser einen großen Bogen macht“ den heimatlichen Gefühlen der meisten Zuhörer annäherten. Für die Familie des am 24. Dezember 1987 verstorbenen Heimatdichters gab Sohn Bernd bekannt, dass von jedem der zum Verkauf angebotenen Bücher fünf Euro in die Kasse der Dorfgemeinschaft fließen.

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