Natürliche Einfriedung: Die dichte Nieheimer Flechthecke erübrigt den Weidezaun und bietet sowohl den Nutz- als auch den Wildtieren zusätzliche Nahrung und natürlichen Schutz. - © Josef Köhne
Natürliche Einfriedung: Die dichte Nieheimer Flechthecke erübrigt den Weidezaun und bietet sowohl den Nutz- als auch den Wildtieren zusätzliche Nahrung und natürlichen Schutz. | © Josef Köhne

Nieheim Heimatverein Nieheim will Flechthecke als immaterielles Kulturerbe

Nieheim (epd). Die Flechthecke soll nach einer Inititiave des Heimatvereins Nieheim immaterielles Kulturerbe werden. Der Verein hat offiziell eine Bewerbung zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft eingereicht, wie der Verein am Donnerstag in Nieheim mitteilte. Lange Zeit seien Flechthecken in nahezu ganz Europa verbreitet gewesen, mit regional verschiedenen Formen. Das Wissen um die Anwendung beherrschten heute nur noch wenige. Die Hecken bestanden überwiegend aus Haselsträuchern und hatten als lebende Zäune große Bedeutung in dem Grünlandgebiet rund um Nieheim, wie der Heimatverein mitteilte. Sie lieferten Holz, Futter und Haseln als fettreiche Winternahrung für den Menschen. Außerdem gliederten und prägten sie als ästhetische Elemente die Kulturlandschaft und böten Nistmöglichkeiten für Wildtiere. Der Heimatverein setzt sich nach eigenen Angaben dafür ein, dass die Technik erhalten und an die nächste Generation weitergegeben wird. Im LWL-Freilichtmuseum Detmold pflegt der Heimatverein seit 1986 eine dort angelegte Flechthecke.

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