Närrischer Triathlon: Bei diesem Tanz ist Lisa Rose Meier ganz in ihrem karnevalistischen Element. - © Josef Köhne
Närrischer Triathlon: Bei diesem Tanz ist Lisa Rose Meier ganz in ihrem karnevalistischen Element. | © Josef Köhne

Nieheim Frauen feiern mit „Olle meh“ und Hüttengaudi

Die feschen Madeln der Frauengemeinschaft feiern vor ausverkauftem Haus. Tolle Tänze, witzige Sketche und kitzelige Büttenreden sorgen vier Stunden lang für kurzweilige Unterhaltung

Josef Köhne

Nieheim. Rhythmisch und mit lautem Gesang ging in Nieheim der Frauenkarneval in Nieheim los – und die Stimmung sogleich von Null auf Hundert. Und auf dem weiteren Weg zur Hüttengaudi drückte das kfd-Karnevals-Komitee mit Petra Benning, Conny Peine, Jutta Nagel und Lisa Rose-Meier sowie den Moderatorinnen Mone Happe und Claudia Westerwelle kräftig auf die Tube: Der Minigarde folgte die Grande Dame der Nieheimer Frauenbütt, die im 80. Lebensjahr stehende Hannelore Bertermann. Eine flotte Sohle legte das Kindertanzpaar Dylen Pahle und Luca Peters aufs Parkett. Ihm folgten Conny Peine, Birgit Peine und Iris Simon mit einem Sketch zum Thema Ritterliebe. Als Spottdrossel besang Annemarie Lauinger die 775 Jahre alte Stadt und ihre reizenden, zum Teil ebenso alten Bürger mit allen ihren (Un-) Tugenden. Ihr Wunsch: „Rainer Vidal und Luzia Walter als Doppelspitze im Bürgermeisteramt.“ Fußballdamen können auch fantastische Tänzerinnen sein Kaum, dass die hübschen Mädchen der Juniorengarde die Bühne verlassen hatten, flatterten von der kfd Sandebeck die Klapperstörche Andrea Kupka und Birgit Overkott-Silbermann über Nieheim und klärten über die Herkunft der Kinder auf. Ein echter Kontrast zum bildhübschen Solomariechen der NKG, Sophie Pruys, war ein Kumpelstilzchen aus Steinheim, das sich mit Raubtiergebiss und Mega-Balkon auf die närrische Bühne in Nieheim verirrt hatte. Die Lacher und den Applaus des närrischen Auditoriums durften Kirsten Volmer und Monika Peter jedoch auf die andere Seite der Emmer mitnehmen. Dass Fußballdamen auch fantastische Tänzerinnen sein können, zeigte die Damenelf aus dem Bergdorf „Pümissen“. Nach dem Sketch von Christiane Henke und Sabine Ulrich wurde es weihnachtlich: Denn die Arbeitskolleginnen sowie ein Kollege von Prinzessin und Hebamme Conny Peine traten als Überraschungsgäste auf und ließen den Saal die Melodie von „Ihr Kinderlein kommet“ trällern. Das beliebte (von den Prinzessinnen gefürchtete) Prinzessinnenspiel hatten sich in diesem Jahr Vereinskolleginnen, Nachbarn und Stammtisch gemeinsam ausgedacht. Gemeinsam hielten sie der unerschütterlichen Conny einen Spiegel vor und erinnerten an Sturm- und Drangjahre, in denen sie sich ihren „Cowboy“ erobert hatte. Die junge Conny mimte niemand anders als ihre hübsche Tochter Katharina. Ein Puppentanz der ganz besonderen Art Was früher getanzt wurde, und zu welchen Melodien sich die Leute von heute drehen, das führte die Gruppe Trinkerbell um Helena Peine anschaulich vor. Musik im Blut und Pfeffer im Hintern: Das ist das, was die tanzenden Powerelfen seit Jahren mit auf die Nieheimer Narrenbühne bringen. Wie intelligent man heute sein muss, um aus einem Quiz als Sieger hervorzugehen (an welchem Fluss liegt Köln am Rhein?), das demonstrierten Annemarie Lauinger und Lucia Walter als alles wissender Quizmaster Bernd Bartels-Trautmann und nichts wissender Kandidat Josef Schunicht. Einen Puppentanz der ganz besonderen Art brachten Jutta Nagel und Lisa Rose-Meier auf die Bretter. Für ihre „dreifach bewegende“ Leistung gab’s eine laute Rakete. Den Lacherfolg des Abends sicherten sich Heidi Simon und Regina Fröhling als elegante Dame und alles nachahmendes Bauerntrampel auf der Parkbank. Mit ihrem tollen Showtanz setzte die Nieheimer Prinzengarde den i-Punkt über ein Programm, das vom Anfang bis zum Ende begeisterte und immer wieder nach Zugaben verlangte. Ein dickes Kompliment gebührt Prinzessin Conny Peine: Sie sprühte vor Begeisterung. Der nächste Termin Weiter geht’s mit den närrischen Damen an Weiberfastnacht, 8. Februar, wenn sie um 11.11 Uhr mit lautem Geschrei und reichlich Treibstoff versehen das Nieheimer Rathaus erstürmen, um den dort Regierenden den Schlüssel und das Trikot des 1. FC Köln abzujagen.

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