Mutiger Mann: Beim Umbau der Grundschule ging Kämmerer Dietmar Becker mit vorbildlichem Einsatz voran. Kurz nach der Fertigstellung will er das nächste große Projekt schultern. - © Josef Köhne
Mutiger Mann: Beim Umbau der Grundschule ging Kämmerer Dietmar Becker mit vorbildlichem Einsatz voran. Kurz nach der Fertigstellung will er das nächste große Projekt schultern. | © Josef Köhne

Nieheim Nieheim will 5,1 Millionen Euro in Realschule investieren

Schule und Bildung: Mit einem Betrag von 5,1 Millionen Euro will die Stadt Nieheim ihre Realschule sanieren und modernisieren. Für das Vorhaben erwartet Bürgermeister Rainer Vidal eine große Zustimmung der Ratsfraktionen

Josef Köhne

Nieheim. "Wer in die Bildung investiert, der investiert ins 21. Jahrhundert." In dieser von Rektor Thomas Novian formulierten Meinung sind sich die Spitzen der Stadt Nieheim mit der Schulleitung der Peter-Hille-Realschule uneingeschränkt einig. Gemeinsam stellten sie am Freitagnachmittag der Presse und dem Lehrerkollegium die neuen Pläne zur Modernisierung und Sanierung der Peter-Hille-Realschule vor. Den Ausführungen Bürgermeister Rainer Vidals zufolge ist die Realisierung der auf 5,1 Millionen Euro veranschlagten Maßnahme in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Die Pläne beinhalten die vollständige Erneuerung der Boden-, Wand- und Deckenflächen sowie die Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung mit Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Brandmeldeanlagen. Investiert werden soll außerdem in den Wärmeschutz und eine neue Netzwerkinstallation. Beseitigt werden soll mit der Sanierung auch ein Problem, das den Lehrenden vermehrt Probleme bereitet. Schulleiter Thomas Novian: "Der verstärkte Einsatz moderner Medien (100 vernetzte Computer) hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren immer wieder kilometerlange Kabel neu verlegt werden mussten. Mittlerweile weiß kaum noch jemand, wo sie versteckt sind und wo sie gegenseitig die Verbindung stören." ZWEI BAUABSCHNITTE Das Zeitfenster sieht folgenden Ablauf vor: Im ersten Bauabschnitt wird der zur Straße "Die Warte" hin gelegene Gebäudetrakt saniert. Begonnen wird mit den Arbeiten zum Beginn der Sommerferien 2019. Abgeschlossen werden sie zum Ende des 1. Schulhalbjahres. Während dieser Zeit werden die Klassen 5 bis 8 in der ehemaligen Grundschule unterrichtet. Die notwendigen Arbeitsmittel werden für diesen Zeitraum von der Realschule nach dort verlagert. Sofern Wechsel zu den Fachräumen erforderlich sind, sollen diese während der großen Pause oder während der Mittagspause erfolgen. Laut Rektor Thomas Novian und Konrektorin Patricia Arendes lässt die lange Vorlaufzeit von rund eineinhalb Jahren eine Unterrichtsplanung zu, die zu keinen nennenswerten Nachteilen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler führen wird. Außerdem fallen in diese Zeit etwa 16 Ferienwochen. Die Sanierung des zur Bergstraße hin gelegenen Blocks soll mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 in Angriff genommen werden. Während dieser Zeit müssten die Jahrgänge 9 und 10 sowie die Fachräume ausgelagert werden. Störungen durch Baulärm sind für den Schulunterricht angeblich nicht zu erwarten, da die beiden Gebäudeteile durch lange Flure und die Aula voneinander getrennt sind. KEINE NACHTEILE Der kleine überschaubare Nachteil, der mit der zeitlich begrenzten Auslagerung verbunden sein könnte, wird nach Meinung von Kämmerer Dietmar Becker und Schulleiter Novian schon sehr bald durch das, nicht zuletzt durch den Einbau von Lärmschutzdecken, verbesserte Raumklima und Lernumfeld ausgeglichen. Finanziert wird die Maßnahme über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einem zinslosen Kredit über drei Millionen Euro aus dem Förderprogramm der NRW-Bank "Moderne Schule" sowie der Programme "Gute Schule 2020", dem "Kommunalinvestitionsfördergesetz II" und Teilbeträgen der allgemeinen Investitionspauschale der Jahre 2018 bis 2021. Der jährlichen Tilgung aus der Kreditfinanzierung für eine Laufzeit von zehn Jahren stehen die Mittel der Schulpauschale in Höhe von jährlich 300.000 Euro der nächsten zehn Jahre gegenüber. Nachdem sich in der Pressekonferenz die Vorsitzenden der drei Ratsfraktionen Thomas Menne (CDU), Wolfgang Kuckuk (SPD) und Herbert Müller (UWG) einmütig für den von Kämmerer Dietmar Becker erarbeiteten Plan aussprachen, ist von einer breiten Zustimmung des am 1. Februar tagenden Rates auszugehen. Mit der Ausführung soll das Architekturbüro Just beauftragt werden, mit dem die Stadt Nieheim erneut beim Umbau der neuen Grundschule gute Erfahrungen sammelte.

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