Noch hängen Kabel herunter: Dietmar Becker zeigt die Turnhalle der Realschule, deren Decke aktuell mit Platten neu verkleidet wird. - © Madita Schellenberg
Noch hängen Kabel herunter: Dietmar Becker zeigt die Turnhalle der Realschule, deren Decke aktuell mit Platten neu verkleidet wird. | © Madita Schellenberg

Nieheim Baumaßnahmen: Die Hauptschule wird zur Grundschule

Der Umbau der Schule am Holsterberg hat begonnen. Aktuell erfolgt der innere Rückbau. Auch in der benachbarten Realschule arbeiten Handwerker

Madita Schellenberg

Nieheim. Es ist ein aufwendiges Projekt, das mit Beginn der Sommerferien in Nieheim gestartet ist: Die Hauptschule am Holsterberg wird energetisch saniert und zur modernen Grundschule umgestaltet. Schon vor rund zwei Jahren, im Juni 2014, haben die Planungen für den Umbau begonnen. Aktuell erfolgt der innere Rückbau: Decken, Wandverkleidungen, Fußböden und Türen müssen weichen. "Die Schule wird komplett auf den Rohbau-Status zurückgebaut", erzählt Dietmar Becker, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisters, im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Bereits im Juli sind alle technischen Geräte der ehemaligen Hauptschule, beispielsweise Heizungen, aus dem Gebäude entfernt worden. Dick und sicher verpackt warten sie vor dem Gebäude nun darauf, abgeholt zu werden. Das Schulgebäude am Holsterberg hat schon einige Schuljahre miterlebt: 44 Jahre lang diente es dem Unterricht. Mitte Juni verabschiedeten sich die letzten Hauptschüler mit einem Fest in der Aula. Und Schulleiter Peter Ruhwedel deutete es an: "Jeder Abschied ist auch immer ein Anfang". Denn schon im kommenden Jahr, ab Sommer 2017, werden dort die ganz jungen Nieheimer Schüler lernen: die Grundschüler. Bis dahin warten allerdings noch allerhand Baumaßnahmen darauf, ausgeführt zu werden, um für die Kinder beste Lernbedingungen zu schaffen. "Rund Dreiviertel der Aufträge für den Umbau sind an heimische Firmen gegangen", erzählt Becker. Während aktuell Handwerker das Gebäude im Inneren zurückbauen - Zutritt ist nur durch eine Sicherheitsschleuse erlaubt - ist voraussichtlich ab Montag, 15. August, auch das Äußere der Schule an der Reihe: Denn dann werden die Fassadenplatten, die Fenster sowie das Dach entfernt. Bis Ende April 2017 sollen die energetische Sanierung und die Maßnahmen zur Umgestaltung abgeschlossen sein. Wie die Grundschule eingerichtet wird, steht bereits fest: Künftig wird das Sekretariat seinen Platz direkt am Haupteingang der Schule finden. Auch die Schulleitung wird dort Räume beziehen. Zwischen den einzelnen Klassenzimmern werden Räume eingerichtet, die Lerngruppen zur Verfügung stehen sollen. Im Bereich der ehemaligen Schulküche wird sich die OGS einrichten. "Zudem wird ein Aufzug eingebaut, um die ganze Schule barrierefrei nutzen zu können", so Becker. Ein Schwerpunkt der katholischen Grundschule liegt auf der individuellen Förderung und Inklusion. Viel Wert wird beim Umbau auf die Multifunktionalität gelegt: So kann die Aula künftig von Vereinen für Veranstaltungen genutzt werden. Finanziell liege der Umbau im Plan, so der Kämmer Becker. Die Kosten betragen knapp 4,8 Millionen Euro: Sie werden durch die Städtebauförderung (2,7 Millionen Euro), die angesparte Schulpauschale (1,1 Millionen Euro) sowie der allgemeinen Investitionspauschale (1 Million Euro) finanziert. Gebaut wird auch in der Nachbarschaft: Zurzeit wird die Turnhalle der Peter-Hille-Realschule modernisiert. Rund 300.000 Euro werden investiert, um beispielsweise das Dach der Sporthalle neu zu gestalten. Auch die Decke im Inneren wird neu verkleidet. Zudem bekommen einige Klassenräume einen Sonnenschutz vor den Fenstern sowie einen neuen Anstrich.

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