Marienmünster Wassergebühren werden erhöht

Elternversammlung zur Schließung der Hauptschule

Marienmünster (cd). Der Haupt-, Finanz- und Schulausschuss hat mehrheitlich eine Anhebung der Wassergebühren beschlossen. Zukünftig kostet der Kubikmeter statt 0,72 Euro brutto, 0,80 Euro brutto. Die Grundgebühr wird von monatlich 4,82 Euro auf 7,49 Euro erhöht. "Für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch einer vierköpfigen Familie von etwa 150 Kubikmeter würden so Kosten von 209,88 Euro entstehen", erklärt Jörg Bierwirth, Amtsleiter Kämmerei.
Vor dem Hintergrund gestiegener Personalaufwendungen, Energieaufwendungen und Unterhaltsaufwendungen waren die Gebühren, die seit 2006 nicht mehr erhöht wurden, nicht mehr kostendeckend. "Um das Wasserwerk wirtschaftlich gesund zu halten, war eine Anpassung der Gebühren unumgänglich", so Bierwirth. Auch aus dem Kommunalabgabengesetz ergebe sich, dass die Gebühren kostendeckend festzusetzen seien. Ohne eine Anpassung könnten nur rund 78 Prozent des voraussichtlichen Gebührenbedarfs gedeckt werden. Auch nach einer Anpassung der Gebühren zahlen die Bürger in Marienmünster kreisweit die niedrigsten Wassergebühren.

Jahresabschluss mit Lücke
Neben der Gebührenerhöhung wurde der Jahresabschluss für das Wasserwerk der Stadt Marienmünster vorgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für 2011 schließe mit einem Fehlbetrag von 38.602,06 Euro, so Manfred Hengelbrock von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Intecon.

Wasserverlust
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 353.000 Kubikmeter Wasser eingespeist, wovon allerdings geschätzte 82.000 Kubikmeter verloren gegangen seien. "Dieser Wasserverlust hat sich im Gegensatz zum Jahr davor verdoppelt", so Bürgermeister Robert Klocke. "Die genauen Gründe dafür werden wir schnellst möglich ermitteln." Um die Wasserverluste auf ein unterdurchschnittliches Niveau zu bringen, ist die Erstellung eines Unterhaltungskonzeptes des Rohrleitungsnetzes geplant. Bestimmte Strecken sollen dann gezielt auf Schwachpunkte kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden.

Fehlbetrag erhöht sich
Außerdem stand ein Bericht über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen auf der Tagesordnung. In diesem Bereich wird sich der bisher eingeplante Fehlbetrag von 6.100 Euro auf voraussichtlich 17.400 Euro erhöhen.

Hauptschulschließung
Am Ende der Sitzung konnten die Einwohner der Stadt Fragen stellen. Hier kam die Schließung der Hauptschule zum kommenden Schuljahr zur Sprache. Wie berichtet, sieht die Bezirksregierung aufgrund stark gesunkener Schülerzahlen einen geregelten Schulbetrieb an der Hauptschule in Vörden als nicht mehr gewährleistet an. Für Dienstag, 4. Dezember, ist eine Elternversammlung geplant, bei der die Schulaufsicht und die Stadt Marienmünster die Eltern über die Situation informieren wird. "Uns ist sehr daran gelegen, dass die Eltern zeitnah reagieren können, um die Weichen der schulischen Laufbahn ihrer Kinder weiterhin zu stellen", sagte Klocke.

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