Marienmünster Hauptschule Marienmünster muss schließen

Bezirksregierung in Detmold setzt Diskussion ein Ende / Eltern müssen erneut entscheiden

Bald ist die Tür zu: Die Hauptschule in Vörden. - © Foto: David Schellenberg
Bald ist die Tür zu: Die Hauptschule in Vörden. | © Foto: David Schellenberg

Marienmünster (kö). Die Hauptschule in Marienmünster wird bereits zum kommenden Schuljahr geschlossen. Das erfuhr die Neue Westfälische gestern aus zuverlässiger Quelle. Nachdem in der Klasse 6 zu wenige Kinder sind, hat die Bezirksregierung in Detmold dem Schuldebakel in der kleinsten Stadt des Kreises Höxter jetzt ein Ende gesetzt.

Die Stadtverwaltung Marienmünster teilte auf Anfrage dazu mit, dass sich eine neue Entwicklung abzeichne. Bevor man aber Mitteilungen an die Medien gebe, werde Bürgermeister Robert Klocke die Ratsvertreter über die neue Lage in Kenntnis setzen.

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Bei einer Elternversammlung im März 2012 hatten Verwaltung und Schulaufsicht bereits darauf hingewiesen, dass nur bei stabilen Schülerzahlen ein Weiterbetrieb der Hauptschule möglich sei. Mittlerweile haben aber mehrere Eltern ihre Kinder von der Schule abgemeldet, sodass in der 6. Klasse nur noch 14 Schüler unterrichtet werden. Da in anderen Klassen weitere 7 Schüler abwanderten, würde die Schule mit nur 77 Schülern weitergeführt werden müssen. Nach Auffassung der Bezirksregierung ist damit ein geregelter Schulbetrieb nicht mehr möglich.

Weiteren Informationen zufolge wird die Hauptschule in Nieheim die Schüler aus Marienmünster im gesamten Klassenverband aufnehmen. Damit würde sich zumindest noch ein Wunsch der für ihre Hauptschule kämpfenden Eltern in Marienmünster erfüllen.

Seitens der Bezirksregierung wurde hierzu jedoch erklärt, dass Anfang Dezember ein Gespräch mit Vertretern der Städte Marienmünster, Nieheim, Brakel und Höxter stattfinden wird, bei dem alle weiteren Fragen zum Verbleib der Hauptschüler geklärt werden sollen.

Das könnte wiederum bedeuten, dass ein Teil der in Marienmünster beschulten Kinder nach Brakel und Höxter wechselt und somit die Klassenverbände auseinanderbrechen. Damit würden die Eltern in Marienmünster wieder vor der Frage stehen, ob sie ihre Kinder weiter zur Hauptschule schicken, oder ob sie einen Wechsel zur Realschule anstreben.

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