Zuversichtlich: Der von Kämmerer Gregor Meier und Bürgermeister Robert Klocke vorgelegte Haushaltsentwurf 2018 ist ein nüchternes Zahlenwerk mit einer hoffnungsvollen Bilanz. - © Josef Köhne
Zuversichtlich: Der von Kämmerer Gregor Meier und Bürgermeister Robert Klocke vorgelegte Haushaltsentwurf 2018 ist ein nüchternes Zahlenwerk mit einer hoffnungsvollen Bilanz. | © Josef Köhne

Marienmünster Haushalt 2018: Investitionen in Bildung und Breitband geplant

Marienmünster punktet mit niedriger Gewerbesteuer.Gebühren bleiben im kommenden Jahr konstant

Josef Köhne

Marienmünster. Laut Bürgermeister Robert Klocke sieht sich die Stadt Marienmünster zurzeit gut aufgestellt. Gestern Abend legte er dem Stadtrat den Haushaltsentwurf 2018 vor und erläuterte in knappen Zügen das von Kämmerer Gregor Meier auf 160 Seiten zusammengefasste Zahlenwerk. Kräftig sprudeln derzeit die Gewerbesteuereinnahmen. Ihr Anstieg von 1,2 Millionen auf rund 2 Millionen Euro hat allerdings den Nachteil, dass die Schlüsselzuweisungen in nahezu dem gleichem Maße sinken. Ähnlich ist es bei der Kreisumlage. Sie sinkt um vier Prozentpunkte, steigt in der Summe jedoch von 2,84 Millionen auf 2,85 Millionen Euro. „Unter dem Strich führt diese Entwicklung dazu, dass wir trotz sparsamer Haushaltsführung einen Fehlbetrag von 330.300 Euro ausweisen müssen", so Robert Klocke. Der weiteren Entwicklung könne man dennoch relativ gespannt entgegensehen, weil sich noch etwas im Sparstrumpf (Ausgleichsrücklage) befinde. Investieren will die Stadt Marienmünster in den Breitbandausbau. In die Dörfer werden dafür 1,3 Millionen Euro fließen. 75 Prozent davon in 2018, 25 Prozent in 2019. Der Landeszuschuss beträgt 90 Prozent. Die diesbezüglichen Investitionen für die Gewerbegebiete Bredenborn und Vörden betragen 428.257 Euro. Davon ebenfalls 75 Prozent in 2018 und 25 Prozent in 2019. Der Landeszuschuss beträgt hier 80 Prozent. Stadt konnte trotz Investitionen in Schule und Schwimmbad die Verschuldung senken Ein weiteres Großprojekt ist der Neubau der Funktionsräume für die Grundschule. Dafür eingeplant sind, bis auf eine Restfinanzierung in 2020, für die Jahre 2018/19 2 Millionen Euro. Allerdings könnten hier laut Bürgermeister Klocke aufgrund einer sich abzeichnenden erfreulichen Entwicklung weitere Kosten anfallen. „Wir haben bei der U3-Betreuung eine enorm gestiegene Nachfrage und überlegen deshalb gemeinsam mit Schulleiter Nicolai Loges, ob wir im Rahmen des Neubaues gleich den dafür benötigten Platz schaffen", so Klocke. Für die Umsetzung des in 2016 beschlossenen Wegekonzepts sind für die Unterhaltung der Gemeindestraßen 70.000 Euro und für die Wirtschaftswege 50.000 Euro angesetzt. Investieren wird Marienmünster weiterhin in den ÖPNV und die weitere Sanierung des Hallenbades. Gebühren bleiben konstant Das, was die Bürgerinnen und Bürger am meisten interessieren dürfte, sind die allgemeinen Gebühren für Wasser, Abwasser und Straßenreinigung mit Winterdienst. „Hier bleibt alles beim Alten", konnte Robert Klocke sichtlich zufrieden feststellen. Stolz dürfen die Marienmünsteraner an einer weiteren Stelle sein: Sie haben bei den Realsteuern (Grundsteuer A = 274 v.H. / Grundsteuer B = 422 v.H., Gewerbesteuer = 415 v.H.) kreisweit die geringsten Hebesätze. Und es gab noch etwas Positives zu vermelden: Die Stadt konnte trotz der enormen Investitionen in Schule und Schwimmbad die Verschuldung senken. „Wir befinden uns auf einem guten Weg und können, wenn wir nicht übermütig werden, zuversichtlich in die Zukunft schauen", lautete das Fazit des Bürgermeisters. Sein persönlicher Dank galt Marienmünsters Kämmerer Gregor Meier für dessen gewissenhafte und vorausschauende Planung.

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