Abbé Thomas: Seinen Platz sieht er am Altar und in der Nähe des Herrn. - © Josef Köhne
Abbé Thomas: Seinen Platz sieht er am Altar und in der Nähe des Herrn. | © Josef Köhne

Marienmünster Abbé Thomas in Marienmünster begrüßt

Kirche und Gesellschaft: Der erste Priester aus Frankreich ist in Marienmünster eingetroffen. Erzbischof und Gläubige setzen große Hoffnungen in das neue geistliche Zentrum

Josef Köhne

Marienmünster. In großen imaginären Buchstaben stand das „Herzlich willkommen“ am Sonntagmorgen in der Apsis der Abteikirche von Marienmünster. Es kam aus den Herzen der Gottesdienstbesucher und galt Abbé Thomas, der als erster Priester der französischen Communauté Saint-Martin in die ehemalige Benediktinerabtei einzog. Abbé Thomas werden in den nächsten beiden Jahren voraussichtlich zwei weitere Geistliche der in Evron, in der Nähe von Le Mans, beheimateten Priestergemeinschaft folgen. Die heilige Messe, in der sich „der Neue“ den Katholiken in Marienmünster vorstellte, feierte Pfarrer Ansgar Heckeroth in Konzelebration mit Pastor Ansbert Junk, Pater Helmut Simonowski, Prof. Benjamin Dahlke (Doktorvater von Abbé Thomas) und Diakon Franz Gelhaus. Mit der Ankunft des Abbé in Marienmünster werde sich im gesamten pastoralen Raum etwas positiv verändern, sagte Pfarrer Heckeroth. Es sei ein kleiner Neustart mit einem neuen geistlichen Zentrum für den nördlichen Raum der Erzdiözese. „Wir werden auf diesem neuen Weg Neues erleben und Neues berichten können.“ Große Hoffnungen verbinde Erzbischof Hans-Josef Becker mit der Ansiedlung der Franzosen. Wirklich neu sei die Verbindung jedoch nicht, so Heckeroth, denn der Schutzheilige des Erzbistums, der hl. Liborius, komme ebenfalls aus Le Mans. Für den Gesamt-Pfarrgemeinderat hieß Elisabeth Seifert Abbé Thomas mit einem Bild der Abtei willkommen. Die Grüße und guten Wünsche der politischen Gemeinde brachte Bürgermeister Robert Klocke zum Ausdruck. Äußeres Zeichen des herzlichen Empfangs waren die zwölf Fahnenträger, die während der Messfeier am Hochaltar Aufstellung genommen hatten. In sehr gutem Deutsch bedankte sich Abbé Thomas für die herzliche Aufnahme während des Gottesdienstes und in den Tagen zuvor. Die zwei vor ihm liegenden Jahre mit den Studien in Paderborn werde er auch dazu nutzen, sein Deutsch zu verbessern um danach akzentfrei zu sprechen. Soweit ihm das möglich sei, werde er Pastor Junk in der Seelsorge unterstützen. Sein Wunsch: „Hoffentlich kommen viele Menschen nach Marienmünster, um diesen wunderschönen Ort mit der wunderbaren Orgel (gespielt von Hans Hermann Jansen) zu erleben, sich Gott dabei zu nähern und sich ihm anzuvertrauen.“ Nach der Messfeier waren alle Kirchenbesucher zu einem Begrüßungstrunk in den Pfarrsaal eingeladen.

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