Rote Apfelbäckchen: Wer hat die schönsten Apfelbäckchen?, könnten David und Helena zu Recht fragen. - © Josef Köhne
Rote Apfelbäckchen: Wer hat die schönsten Apfelbäckchen?, könnten David und Helena zu Recht fragen. | © Josef Köhne

Vörden Apfeltag lockt Tausende nach Vörden

Die gute Mischung aus Information und Unterhaltung lockt wieder mehrere tausend Besucher in die malerischen Straßen

Josef Köhne

Vörden. Wir lassen uns die Stimmung nicht vermiesen, hätte das Motto des Vördener Apfeltags lauten können, denn trotz des wechselhaften Wetters und zeitweilig winterlicher Temperaturen war der Besuch gut und die Stimmung der Gäste noch besser. Bestens unterhalten vom Musikverein Bredenborn, vom Spielmannszug Kollerbeck, der Tanzgruppe des Heimat- und Kulturvereins, den Jagdhornbläsern aus Brakel und weiteren Gruppen, ließen es sich Junge und im Herzen Junggebliebene an den "Tränken und Futterkrippen" gut gehen. Sichtlich Freude bereitete vielen Besuchern das Drehorgel-Duo Schröder aus Vlotho, das seine Spenden im "Handumdrehen" einsammelte. Stören konnte da auch nicht, dass sich der bei Sonnenschein und ohne Schirm eintreffende Schirmherr Klaus Töpfer um mehr als eine halbe Stunde verspätete. Seine humorige Rede machte den falschen Eintrag im Terminkalender allerdings mehr als nur wieder wett. Sorge, so Klaus Töpfer, bereite ihm die Tatsache, dass unter den Straßenbäumen die Äpfel verfaulten, während die Menschen gleichzeitig im Supermarkt Äpfel kauften. "Ich habe mir überlegt, mein Grußwort wird kurz und knackig - wie ein frischer Apfel", kündigte Landrat Friedhelm Spieker eine kurze Rede an. Und wer den Landrat kennt, der konnte ahnen, dass er es ernst meinte. "Über Rosen lässt sich dichten, in Äpfel muss man beißen", gab er eine Volksweisheit weiter, mit der alle ebenso einverstanden waren, wie mit der kurzen und knackigen Rede. Bürgermeister Robert Klocke lobte den Fleiß der Vördener, die im Ehrenamt die Streuobstwiesen pflegen und mit viel Arbeit und Engagement die Apfeltage ausrichten. "Ich bin immer wieder begeistert und ich freue mich schon auf den fünften Apfeltag", so Klocke. Ulrich Jung, der als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins die Gäste in Vörden willkommen hieß, begrüßte namentlich die neuen Seelsorger Ansbert Junk und Abbé Thomas. Erfreut zeigte sich Jung über die Kooperation zwischen dem Heimat- und Kulturverein Marienmünster und dem ebenfalls sehr aktiven Heimatschutzverein Bredenborn. Die Bredenborner waren mit einem Reibekuchenstand beim Apfeltag und hatten bereits um 15.25 Uhr alles ausverkauft. "Nachdem wir noch einmal nachgelegt hatten, mussten wir uns geschlagen geben", berichtete der Vorsitzende Dirk Bickmann. "Die Vördener haben uns einfach platt gemacht." Ähnliches war auch an mehreren anderen Ständen zu hören, wo die Betreiber mit den Umsätzen gut zufrieden waren. "Der Apfel macht's", freute sich Rainer Gröne vom Vördener "Appelteam" und genoss sichtlich das Lob, das er von allen Seiten zu hören bekam. Gute Tipps gab's bei der Feuerwehr. Sie demonstrierte auf dem Schlossgelände anschaulich, wie man brennendes Fett nicht löschen soll.

realisiert durch evolver group