Fröhlicher Abschluss: Mit „Kind und Kegel“ verabschiedet sich das Ferientheater von den begeisterten Zuschauern. - © Josef Köhne
Fröhlicher Abschluss: Mit „Kind und Kegel“ verabschiedet sich das Ferientheater von den begeisterten Zuschauern. | © Josef Köhne

Marienmünster Viel Freude mit dem Marienmünsteraner Ferientheater

Das Ergebnis des Musical- und Dance- Workshops der Kulturstiftung begeistert Teilnehmer und Publikum

Josef Köhne

Marienmünster. Als Hans Hermann Jansen und Sarah Medina im Jahr 2008 zum ersten Mal zum Ferientheater nach Marienmünster einluden, konnte niemand ahnen, was sich daraus entwickeln würde. Zehn Jahre später ist das Theater in den Ferien eine feste Größe im Kulturprogramm der Stadt Marienmünster, und es ist eine Einrichtung, in der die jungen Talente von damals als Lehrerinnen von heute mit leidenschaftlichem Engagement den Ton angeben. Eine dieser jungen Künstlerinnen ist Laura Ullrich, die im zehnten Jubiläumsjahr dem Theater als Choreographin ihren Stempel aufdrückte. „Ihre Begeisterung und Spielfreude überträgt sich auf die Kinder und Jugendlichen“, lobt Hans Hermann Jansen den Einsatz seiner Gesangsschülerin. Zudem bringt Laura Ullrich die an der Uni Paderborn unter anderem Schulmusik studierende Kristin Schulz mit. Schulz singt außerdem unter der Leitung von Anne Kohler im 30-köpfigen A-cappella-Vokalensemble der Hochschule für Musik Detmold. Als Praktikantin gehörte Johanna König zum Pädagogenteam des Ferientheaters. Wie erfolgreich dieses Team in der ersten Ferienwoche arbeitete, war bei der Präsentation der Ergebnisse des Musical- und Dance- Workshops auf der Showbühne des Schafstalls zu erleben. Von betörenden Düften eingehüllt, präsentierten die zwölf Jugendlichen moderne Tänze, bezaubernden A-cappella-Gesang der Gruppe „Paradiese“, Schauspiel und Sologesänge. Zu hören waren unter anderem bekannte Lieder aus den Musicals „Die Schöne und das Biest“, „Der Zauberer von Oz“ sowie „Die Päpstin“. Als einfühlsamer Interpret spielte sich der junge Alexander mit seinem Akkordeon und dem „Walzer der Liebe“ in die Herzen des Publikums. Ein Lob für das Ferientheater kam aus dem berufenen Munde des in der Abtei lebenden bekannten Baritons Volker Schrewe: „Wenn man erlebt, wie die Jugendlichen am Abend nach getaner Arbeit noch fröhlich singend an meiner Haustür vorbei zum Essen ziehen, da freut man sich doch.“ Besonders gut habe ihm der A-cappella-Gesang gefallen, so Schrewe. „Er klingt so viel schöner, als mit der oft überzogenen Technik.“ Offensichtlich war das Publikum der gleichen Meinung, denn es forderte nach der 90-minütigen Abschlussperformance lautstark nach Zugaben.

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