Wichtiger Arbeitgeber: Die beabsichtigte Betriebsverlagerung dürfte in Marienmünster alle Warnlampen aufleuchten lassen. - © Josef Köhne
Wichtiger Arbeitgeber: Die beabsichtigte Betriebsverlagerung dürfte in Marienmünster alle Warnlampen aufleuchten lassen. | © Josef Köhne

Marienmünster Egger will Standort Marienmünster schließen

Fertigung soll in den kommenden Jahren von Vörden nach Bevern verlagert werden

Josef Köhne

Vörden. Die Firma Egger beabsichtigt, ihr Beschichtungswerk in Vörden zu schließen und die Produktion nach Bevern (Landkreis Holzminden) zu verlagern. Das erfuhr nw.de aus zuverlässiger Quelle. Dem Vernehmen nach will das Unternehmen in eine moderne Lackierstraße investieren, deren Erneuerung in Marienmünster einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen würde. Angeblich sollen sowohl betriebswirtschaftliche Gründe, als auch besser geeignete Industrieflächen dafür sprechen, die Lackierstraße in Bevern zu bauen. In Marienmünster soll die Fertigung auslaufen, sobald die Anlage in Bevern in Betrieb genommen werden kann. Im Beschichtungswerk Marienmünster finden mehr als 100 Menschen Arbeit. Anfragen bei der Unternehmensleitung in Brilon und Marienmünster blieben am Freitag unbeantwortet. Die Stadtverwaltung Marienmünster war ebenfalls zu keiner Stellungnahme bereit. Bestätigt wurde lediglich, dass die Firma Egger ein Thema in der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates sein wird. Das Beschichtungswerk in Marienmünster gibt es schon seit über 40 Jahren. Seit dem Jahr 1999 ist es Teil der internationalen Unternehmensgruppe Egger. Egger hatte nach eigenen Angaben die Werksfläche in Vörden nach der Übernahme ständig vergrößert und der Anlagenbestand kontinuierlich modernisiert. Bisher wurden in Vörden die aus Bevern und Brilon angelieferten MDF-Platten zu fertigen Schrankrückwänden und Schubladenböden verarbeitet. Bereits im Jahr 2013 fusionierten die Standorte Bevern und Vörden.

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