Josef Dreier (UWG)droht mit Rücktritt

Rat: Anträge zu Halle und Sportplatz kommen nicht durch – Gesamtkonzepte sind in Arbeit

Bredenborn. Das Abstimmungsverhalten zu zwei UWG-Anträgen für Unterhaltungsmaßnahmen an der Bredenborner Halle und am Bredenborner Sportplatz bei der Haushaltsverabschiedung haben ihn mächtig geärgert: Sie kamen nicht durch. Bredenborns Ortsauschussvorsitzender Josef Dreier kündigte daraufhin im Rat Marienmünster an, vom Amt zurückzutreten – erbat sich aber noch Bedenkzeit bis zum nächsten Montag. „Dann fällt die Entscheidung“, sagte der Bredenborner. Und dass ihm sein Heimatort sehr am Herzen liege. Der Hintergrund: zum einen anstehende Investitionen für die Schützenhalle, für die die UWG einen Antrag zum Haushalt gestellt hatte. Dort droht die betagte Heizung auszufallen. Zuletzt waren laut Bürgermeister Robert Klocke insgesamt 5.000 Euro in die Fußbodenerneuerung der Halle, die von einem örtlichen Vereinszusammenschluss betrieben wird, geflossen – inklusive „anerkennenswert viel Eigenleistung“. Nun hat die Stadt aber ein Unterhaltungskonzept für die Hallen und andere öffentliche Einrichtungen auf breite Basis gestellt. Fertigstellung: bis Sommer. Und da das Konzept „aus einem Guss“ bestehen solle, werde auch die Schützenhalle Bredenborn mit einbezogen. Gleiche Ausgangslage gelte für Pflegemaßnahmen am Bredenborner Sportplatz: Auch hier arbeitet die Stadt laut Klocke an einem Sportstättenkonzept, in dem ein Handlungsleitfaden zur Orientierung für Maßnahmen an Sporthallen und -plätze entstehen soll. „Damit nicht jedes Mal wieder nach Einzelanfragen neue Diskussionen entstehen.“ Beide Konzepte ständen auf breiter politischer Basis. Nächste Woche wolle er sich mit den Sportvereinen – die sollen ins Boot geholt werden – treffen. Nach Genehmigung des Haushaltes solle ein Gutachterbüro mit dem Konzept beauftragt werden. Klocke: „Wir wollen keinem Verein etwas wegnehmen, sondern uns bei Sportplätzen und Sporthallen zukunftsfähig aufstellen.“

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