Gesundheitsministerin Cornelia Rundt überreicht die Investitionszusage an und Krankenhaus-Geschäftsführer Marko Ellerhoff. - © Torsten Wegener
Gesundheitsministerin Cornelia Rundt überreicht die Investitionszusage an und Krankenhaus-Geschäftsführer Marko Ellerhoff. | © Torsten Wegener

Holzminden 7,5 Millionen für Holzmindener Krankenhaus

Förderung: Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt überreicht Investitionszusage für die weitere Sanierung

Torsten Wegener

Holzminden. Die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt liegt bereits seit August vor. Nun ist auch die Finanzierung gesichert, denn aus der Landeshauptstadt Hannover gab es den entsprechenden Förderbescheid über 7,5 Millionen Euro. Nach dem europaweiten Ausschreibungsverfahren kann voraussichtlich im Frühjahr 2018 der zweite Bauabschnitt am Evangelischen Krankenhaus Holzminden beginnen. „Eine Maßnahme, die das Fundament unserer Arbeit für die nächsten 20 Jahre darstellt", sagte Geschäftsführer Mark Ellerhoff. Der Geschäftsführer bekam den Förderbescheid von Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) überreicht. „Für eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung sind auch kleine Kliniken unverzichtbar", sagte die Ministerin. Dabei stellte Rundt aber auch klar: „Nur zukunftsfähige Häuser bekommen Geld aus dem Fördertopf. Kliniken, die sich in den ruinösen Wettbewerb begeben, ohne Absprache mit anderen Standorten, seien nicht förderfähig", so die Ministerin. Es dürfe nicht sein, dass aus wirtschaftlichen Gründen elementare medizinische Fachrichtungen nicht mehr angeboten werden. Die medizinische Versorgung sei letztendlich auch ein Grund, ob sich Familien für ein Leben in der ländlichen Region entscheiden. Die 7,5 Millionen Euro ermöglichen die Umsetzung der Neustrukturierung des Funktions- und Pflegebereichs im Hauptgebäude bis Sommer 2020. Geplant sind am Evangelischen Krankenhaus Holzminden der Umbau und die Erweiterung des OP-Traktes mit vier neuen OP-Sälen und der Zentralsterilisation, der Neubau einer Intensivstation, die Optimierung der Pflegeorganisation, der Ausbau der Endoskopie im Bereich der alten Intensivstation sowie der Ausbau des Zentrums für ambulantes Operieren. „Wenn das Projekt abgeschlossen ist, dann ist unser Haus für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Eine hochwertige Behandlung der Patienten ist dauerhaft sichergestellt. Der bestehende Standort wird gestärkt. So können wir zukünftig den Alleinversorgungsauftrag im Landkreis Holzminden übernehmen", zeigte sich Jörg Marx, Vorstand des diakonischen Gesundheitskonzerns Agaplesion zufrieden. Die Fördergelder sind Teil des großen Investitionsprogramms des Landes für Niedersachsens Krankenhäuser im Umfang von rund 1,3 Milliarden Euro im Zeitraum bis 2020. Land und Kommunen bauen damit den Sanierungsstau an Niedersachsens Kliniken weiter ab. »Hochwertige Behandlung der Patienten ist sichergestellt« Für die Ministerin war es in der nun ablaufenden Legislaturperiode nicht der erste Besuch in Holzminden. Vor dem aktuellen Förderbescheid von 7,5 Millionen Euro bekam die Klinik im Dezember 2014 bereits 6,5 Millionen Euro und im August 2016 5,5 Millionen Euro vom Land überreicht. So sind in den vergangenen drei Jahren 19,5 Millionen Euro Fördermittel in das Evangelische Krankenhaus geflossen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Gesamtprojekt auf 26,9 Millionen Euro. Die restliche Summe muss vom Unternehmen aufgebracht werden. Der erste Bauabschnitt war im September 2016 erfolgreich fertiggestellt worden. Dabei ist Mark Ellerhoff bewusst, dass auch im zweiten Bauabschnitt der Umbau bei laufendem Betrieb eine bauliche und logistische Herausforderung ist, die auch die Mitarbeiter fordert. Die Neustrukturierung des Funktions- und Pflegebereiches im Hauptgebäude soll im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

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