Holzminden Holzmindener Bauunternehmen Müller kauft Heine

Beide Firmen bleiben in der Gruppe als eigenständige Gesellschaften erhalten

Simone Flörke

Holzminden. Es bleibt bei zwei eigenständigen Gesellschaften, die in den Namenszügen und den Unternehmensfarben auch optisch weiterhin als solche zu erkennen sein werden. Aber sie wollen als Firmengruppe mit ihrem Leistungs- und Angebotsspektrum diese Synergien nutzen und den Kunden von Privatleuten über gewerbliche Großkunden bis zu öffentlichen Auftraggebern ein Gesamtpaket mit kurzen Wegen anbieten: Jens-Uwe Müller und Jens-Peter Christoph aus Holzminden haben in dieser Woche den Kaufvertrag für die Übernahme der Firma Heine GmbH in Holzminden unterschrieben. Zur Höhe der Verkaufssumme wollten die Vertragspartner nichts sagen. Thomas Heine übergibt den Familienbetrieb, den er vor 27 Jahren von seinem Vater Bernhard übernommen und ausgebaut hatte, an die beiden neuen Geschäftsführer und zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Heine bleibt aber als Berater aktiv und will mit Know-how Technik und Prozesse dort weiterentwickeln. Die 26 Mitarbeiter von Heine und 20 von Müller werden in der Firmengruppe zusammengeführt, bleiben aber ihrer jeweiligen Corporate Identity verbunden. Seit 15 Jahren ist der Firmensitz von Heine am Lüchtringer Weg. Dort leiten seit 14 Jahren auch Müller und Christoph die Geschicke des Bauunternehmens Jens Müller GmbH: Dieses ist schwerpunktmäßig im Straßen-, Kanal- und Erdbau tätig und betreibt darüber hinaus seit 2012 zwei eigene Bodendeponien sowie einen Recyclingpark. Als Heine den Betrieb des Vaters übernahm, war dieser in den Bereichen Baustoff- und Einzelhandel, Fuhrunternehmen, Containerdienst und Heizölverkauf tätig. 1998 stieg er in die Sparte Abbruch- und Erdarbeiten sowie die Brech- und Siebtechnik (Abbrucharbeiten mit Aufarbeitung/Recycling) ein, dazu kamen der heute 16.000 Quadratmeter große Recyclingsplatz und der Mietpark für Baumaschinen zur privaten und gewerblichen Nutzung. Die vergangenen fünf Jahre seien vorrangig von der Entwicklung innovativer Abbruch- und Rückbautechniken gekennzeichnet gewesen, erklärt der Verantwortliche. Dazu seien Abbruchbagger mit Gewichten von bis zu 40 Tonnen angeschafft worden, die Gebäude bis zu einer Höhe von 25 Metern kontrolliert zurückbauen können. Die Reststoffe werden nach eigenen Angaben zu 90 Prozent auf dem firmeneigenen Recyclingplatz aufbereitet. Heine überlegte seit drei Jahren schon, das Unternehmen abzugeben, wollte den Verkauf seines Lebenswerkes aber auf den Erhalt des Standortes und die Weiterbeschäftigung der kompletten Belegschaft fußen lassen. Und er fand in Müller und Christoph die dafür richtigen Vertragspartner mit Vertrauen, die die Firma in diesem Sinne weiterführen wollen. Die beiden gleichberechtigten geschäftsführenden Gesellschafter Christoph und Müller betonen das breite Portfolio, das man nun dem Kundenpartner anbieten könne. „Angeboten werden Pflaster und Asphaltarbeiten, Erd-, Kanal- und Abbrucharbeiten, Aushub von Baugruben, Herstellung von Hausanschlüssen, Kellerabdichtungen, Containerdienst, Lieferung von Heizöl, Entsorgung von Boden, Bauschutt und anderen Abfällen, Lieferung von Schüttgütern sowie von Kies, Schotter, Mutterboden oder Splitt, Vermietung von Baumaschinen und Kompaktbaggern, Radladern, Rüttelplatten oder Anhängern.

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