Florian Müller-Stauch und Imke Schlechter haben das Start-up "Nightbird" gegründet. - © Vivien Tharun
Florian Müller-Stauch und Imke Schlechter haben das Start-up "Nightbird" gegründet. | © Vivien Tharun

Holzminden Holzmindener Start-up will mit "Nightbird" die Clubs erobern

Der Kaffee-Likör ist bereits in einigen Märkten und Lokalen erhältlich

Vivien Tharun

Holzminden. Kaffee, Kuchen und zum Abschluss ein Kaffee-Likörchen - so hätten manche noch Nachmittage bei der Großmutter in Erinnerung, sagt Florian Müller-Stauch. Müller-Stauch ist Geschäftsführer und Mitbegründer des jungen Start-up Unternehmens "Nightbird" aus Holzminden. Zusammen mit seiner Freundin und Geschäftspartnerin Imke Schlechter möchte der 28-Jährige Kaffee-Likör wieder salon- und vor allem clubfähig machen. Darum steckt hinter dem selbst kreierte Getränkt "Nightbird" ein ausgeklügeltes Konzept: "Grundlage des Getränks ist "Cold brew", also kalt gebrühter, Kaffee", sagt Müller Stauch. Das entspreche zum einen dem aktuellen Trend auf dem Kaffeemarkt, zum anderen habe das den Vorteil, dass im Getränk keine Bitterstoffe seien. Auf Kalorienbomben wie Sahne wird bei Nightbird verzichtet - der Likör soll nämlich gut als "Kurzer" getrunken werden können. Idee kam während des Studiums Auf die Idee zu so einem Getränk, kam Müller-Stauch zu Studienzeiten in München: "Dort wurde in den Bars kalt gebrühter Kaffee mit Wodka gereicht." Das habe ihn angesprochen. Und auch als er sein Studium in Göttingen ergänzte - wo er Schlechter kennenlernte - blieb der Gedanke an eine moderne Kaffee-Alkohol-Kombination bestehen. Zusammen mit Agrarwissenschaftsstudentin Schlechter habe er durch Ausprobieren zu einem ganz eigenen Getränk gefunden. Die erste Version bestand nur aus Zucker, Kaffee und Rohalkohol. "Wir haben den Geschmack schließlich mit Orange und Vanille abgerundet", sagt der Betriebswirt. Herausgekommen ist ein Likör, der pur, aber auch als Cocktailgrundlage getrunken werden kann. Likör in kleinen Medizinfalschen Zum Gesamtkonzept gehöre aber auch eine ansprechende Flasche, habe das Paar sich gedacht. Als Mitglied der Pharma-Flaschen produzierenden Firma Müller+Müller, gab es schnell eine konkrete Idee: "Im Portfolio der Firma befanden sich kleine Medizinflaschen. Ich dachte mir, sie hätten genau die richtige Größe für einen Shot." Ein Shot entspricht mit 20 Millilitern ungefähr einem Schnapsglas mit Alkohol. Das braune Glas passe zudem zum Kaffee und das weiße Emblem hebe sich so gut ab. Inzwischen gibt es die Flaschen auch in der 500 Milliliter-Größe. Beide Flaschenarten ziert eine Eule. "Nightbird ist Englisch und bezeichnet eine nachtaktive Person", sagt Müller-Stauch. Die genaue Übersetzung ist "Nachtvogel", ähnlich verwendet wird im Deutschen die Bezeichnung "Nachteule". Das koffeinhaltige Getränk sei nämlich für nachtaktive Clubgänger gut geeignet, so der Betriebswirt. Und obwohl es Nightbird erst seit April 2016 gibt, haben Müller-Stauch und Schlechter ihren Likör schon gut etablieren können: "Vor allem meine Freundin hat dazu beigetragen, dass wir jetzt sind, wo wir sind", sagt der Holzmindener. So habe Schlechter das Marketing maßgeblich vorangetrieben. Auch in Saarbrücken und Göttingen erhältlich Mittlerweile ist das lokal produzierte Getränk in Vollgut-Getränkemärkten in Holzminden, Höxter, Paderborn und Minden zu finden. Clubs in Saarbrücken und Göttingen verkaufen den Likör an ihre Gäste und sogar die US-amerikanische Restaurantkette "Hooters" möchte Nightbird zukünftig in seiner Niederlassung im hamburger Stadtteil St. Pauli anbieten. "Das passt ganz gut zu uns, weil Hooters auch eine Eule im Logo hat", sagt Müller-Stauch lachend.

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