HÖXTER Kaserne Höxter soll gesichert sein

CDU-Ratsherr: Kreisstadt soll Bundeswehrstandort bleiben / Holzminden wird voraussichtlich aufgelöst

Höxter. Er ist nicht der Typ, der sich weit aus dem Fenster lehnen würde. Doch bei dem bundespolitisch brisanten Thema Bundeswehrreform und Auflösung von Standorten will er lieber nicht genannt werden. Ein CDU-Ratsherr aus Höxter ist sich sicher, gute Nachrichten für die Kreisstadt Höxter zu haben, die von der Spitze des Verteidigungsministeriums stammen.

Genauer will der CDU-Ratsherr allerdings nicht werden. Nach seinen Informationen bliebe Höxter als Bundeswehrstandort erhalten. Holzminden würde jedoch aufgelöst. Geplant sei, das in der Medem-Kaserne in Holzminden stationierte Panzerpionierbataillon 1 nach Höxter zu verlagern.

Die General-Weber-Kaserne in Höxter ist Sitz des ABC-Abwehrbataillons 7. Beide Heeresabteilungen würden dann in Höxter unter einem Dach vereinigt.

Offiziell soll am nächsten Mittwoch bekannt gegeben werden, wie sich die Bundeswehr-Strukturreform auf die Region auswirken soll. Wegen des Wegfalls der Wehrpflicht und zur Kosteneinsparung sollen bei der Bundeswehr mehr als 6.000 Berufssoldaten und rund 3.000 zivile Beschäftigte abgebaut werden.

Damit verbunden sind auch zahlreiche Standortschließungen. Insbesondere der ländliche Raum soll betroffen sein. Gerade aber in den kleinen ländlichen Kommunen stellt die Bundeswehr einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Ein Abzug der Truppen hätte für die Kommune weitreichende infrastrukturelle Konsequenzen. Das gilt auch für Höxter. "In unserer strukturschwachen Region ist die Bundeswehr auch aus wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar. Ein Wegzug würde einen nicht zu kompensierenden Schaden für Stadt und Region bedeuten", betont Bürgermeister Alexander Fischer.

Rat und Verwaltung hatten darum eine Resolution zum Erhalt des Bundeswehrstandorts verfasst. Außerdem hatte die Stadt eine Hochglanzbroschüre aufgelegt, mit der die Verwaltung bei Multiplikatoren und Entscheidungsträgern für Höxter geworben hat.

"Höxter ist bereits seit 1675 Garnisonsstadt und gehört seit 1956 zu den ersten Standorten der Bundeswehr. 89 Prozent der Soldaten und Zivilbeschäftigten wohnen, zum Teil mit ihren Angehörigen, in Höxter und der Region", heißt es in der Broschüre.

890 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Beschäftigte sind aktuell am Standort Höxter tätig. In den Bundeswehrstandort Höxter und die Renovierung der Höxteraner General-Weber-Kaserne sind in den letzten Jahren viel Geld geflossen. Und die Sanierungsarbeiten gehen ungeachtet der Strukturreform munter weiter. Insgesamt sind am Standort General-Weber-Kaserne bis 2017 21,1 Millionen Euro zur Modernisierung projektiert.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group