Höxter Abfallwirtschaft sammelt Kleider

Für Elektroschrott werden Container aufgestellt

Höxter (rho). Ab 2013 wird der Kreis Höxter zweimal jährlich Altkleidersammlungen im Holsystem durchführen. Außerdem sollen 20 Container-Stationen für die Glassammlung um Container zur Aufnahme von Elektroschrott vom ausgedienten Handy über Rasierer und Mp3-Spieler bis zum Bügeleisen erweitert werden.

Abfälle haben sich sich mehr und mehr zu Wertstoffen gewandelt, mit denen sich richtig Geld verdienen lässt. Das lässt auch den Kreis Höxter nicht kalt, der sich um die Abfallwirtschaft in allen Städten - bis auf das "abfall-autarke" Beverungen - kümmert, und die Erlöse durch die diversen Abfall-/Wertstoffarten zur Senkung der Müllgebühren einsetzt.

Ran an den Speck heißt es nun also auch im Bereich der Altkleidersammlung. Durch die Einführung des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Juni dieses Jahres, wonach auch gewerbliche Unternehmer Sammlungen durchführen dürfen, tummeln sich immer mehr Interessenten auf diesem Markt. Da diese bestimmte Auflagen zu erfüllen haben, habe dies bei der Kreisverwaltung zu erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand geführt, erläuterte Abteilungsleiter Michael Werner, den Mitgliedern des Kreisausschusses für Umwelt, Planen und Bauen. So müssen gewerbliche Sammler ihre Aktion unter anderem drei Monate zuvor anmelden und nachweisen, dass sie die erfassten Abfälle ordnungsgemäß verwerten und keine öffentlichen Interessen der Sammlung entgegenstehen.

In den letzten vier Monaten seien Anzeigen von 32 Altkleidersammlern, darunter nur sechs gemeinnützige Organisationen eingegangen. Zusätzlich seien 75 Anmeldungen von gewerblichen Schrottsammlern eingegangen.

Mit Zustimmung des Ausschusses soll eine "Rosinenpickerei" durch die gewerblichen Sammler verhindert und eine gemeinwohlorientierte Servicegerechtigkeit hergestellt werden.

Von aktuell 237 Altkleidercontainern im Kreis Höxter werden 66 von gewerblichen Unternehmen und 176 von karitativen Organisationen betrieben. Letztere finanzieren aus den Erlösen ihre gemeinnützige Tätigkeit vor Ort. Ihre Interessen sollen berücksichtigt werden.

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