Die Überbleibsel des Stadtschützenfestes haben auch den Brand überstanden. - © FOTO: WEGENER
Die Überbleibsel des Stadtschützenfestes haben auch den Brand überstanden. | © FOTO: WEGENER

Wehrden "Alte Krone" brennt erneut

Dachstuhl des mittlerweile leer stehenden Hauses zum zweiten Mal in diesem Jahr in Flammen

VON TORSTEN WEGENER

Wehrden. Großalarm für die Feuerwehr der Stadt Beverungen. Ein Wohnhausbrand in Wehrden sorgte gestern am frühen Morgen für einen umfangreichen Einsatz: Feuer im ehemaligen Gasthaus "Alte Krone". Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand das Haus bereits voll in Flammen. Verletzt wurde niemand, das Haus war unbewohnt.

Um 4.37 Uhr wurden die Einsatzkräfte von einem Anwohner alarmiert. "Als wir an der Einsatzstelle eintrafen war der Brand bereits voll entwickelt", berichtete Stadtbrandinspektor Stefan Nostitz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Beverungen. Zur weiteren Unterstützung forderten die Beverunger aus Höxter einen zweiten Drehleiterwagen an.

Zunächst nahm die Feuerwehr einen Inneneinsatz vor, bei dem eine Gruppe Feuerwehrmänner mit Atemschutzmasken in das Gebäude eindrang und nach Personen suchte sowie den Brandherd aufspürte. Es stellte sich aber schnell heraus, dass niemand im Haus war.

Von allen vier Seiten versuchten die Einsatzkräfte dann, die Flammen im Dachstuhl einzudämmen. "Zu Beginn mussten wir auch darauf achten, dass die eng angrenzenden Nachbargebäude vor übergreifenden Flammen gesichert werden", erklärte Nostitz. Diese Gefahr konnte jedoch schnell gebannt werden. Kurz vor 6 Uhr hatte die Feuerwehr die Flammen dann endgültig unter Kontrolle.

Nur einen Tag nachdem in Wehrden das Beverunger Stadtschützenfest gefeiert wurde – das Podest für die Königspaare stand noch aufgebaut zehn Meter vom Brand entfernt – waren wieder viele Ortschaften der Großgemeinde in Wehrden vertreten. 80 Feuerwehrkräfte der Löschzüge Beverungen, Amelunxen/Drenke/Wehrden und Rothe/Tietelsen sowie der Löschgruppe Herstelle und aus Höxter waren am Unglücksort in Aktion. Auch zehn Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes waren nach Wehrden gerufen worden.

Für viele der ehrenamtlichen Helfer war es ein Deja-vu. Bereits in der vergangenen Silvesternacht hatte das Wohnhaus gebrannt. Auch am 1. Januar war die fünfköpfige Familie nicht im Haus. Seitdem war das Gebäude unbewohnt, Regen und Schnee ausgesetzt. Wie die Neue Westfälische erfuhr, hätten heute eigentlich die Sanierungsarbeiten an dem Gebäude beginnen sollen. Eine Dachdeckerfirma hatte bereits die Vorbereitungen aufgenommen.

Geweckt wurden die Dorfbewohner übrigens nicht von der Feuerwehrsirene des Ortes, sondern von den Martinshörnern der anfahrenden Einsatzwagen. Die Wehrdener Sirene befindet sich auf dem abgebrannten Dachstuhl und war außer Funktion.

Wie im Januar lag sich der Brandherd im hinteren, der Hauptstraße entfernten Teil des Gebäudes. Unter dem Dachboden befand sich der hohe Tanzsaal der "Alten Krone".

Die Kripo hat die Ermittlungen nach der Brandursache aufgenommen. Ein Brandsachverständiger ist bereits eingeschaltet. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 30.000 Euro.

     

  
  
  
     

  
  
     
  
     

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