Letzte Sicherheitskontrolle: Ein Tauchtrupp der DLRG Ortgruppe Büren wird bei der Großübung für den Einsatz im Godelheimer Freizeitsee vorbereitet. - © Thomas Kube
Letzte Sicherheitskontrolle: Ein Tauchtrupp der DLRG Ortgruppe Büren wird bei der Großübung für den Einsatz im Godelheimer Freizeitsee vorbereitet. | © Thomas Kube

Höxter Übung: DLRG trainiert in Godelheim den Ernstfall

Erstmals kommt auch ein neues 3-D-Sidescan-Sonar zum Einsatz

Thomas Kube

Godelheim/Kreis Höxter. Alkohol, Selbstüberschätzung und betrunkene Badegäste im Wasser bei einer Feier führte zu einem Großaufgebot von 60 Einsatzkräften am Freizeitsee Godelheim. Acht Partygästen ist diese Feier am See nicht bekommen, sie mussten von den Katastrophenschutzeinheiten der DLRG aus dem Bezirk Paderborn-Höxter und der Malteser aus Brakel gerettet und versorgt werden. Dieses Szenario war jedoch zum Glück kein Echteinsatz, sondern nur eine realistisch geplante und durchgeführte Einsatzübung der Retter zu Lande und zu Wasser. „Die Übung wurde erstmals in einem größeren Rahmen durchgeführt", berichtet der stellvertretende Referent der Katastrophenschutzeinheiten des Bezirkes, Daniel Menne. „Dabei ging es um die Koordination der Kräfte am Land und im Wasser untereinander", berichtet Menne. Kleine Abläufe bei der Versorgung der Verletzten mussten genauso geübt werden, wie das große Zusammenspiel aller Kräfte. „Verletzte" gab es genügend, sie waren zum Teil schwer verletzt oder einfach nur unterkühlt und dabei rund um den See verteilt. Neues Sonargerät im Einsatz Vier DLRG-Boote suchten den Freizeitsee ab oder transportierten die Patienten zur anderen Seite des Sees. An dieser Stelle hatte der Malteser-Hilfsdienst aus Brakel eine Patientenablage eingerichtet, wo sie direkt vor Ort am See von Sanitätern behandelt werden konnten. Die Malteser betrieben hier zwei große beheizte Zelte. Zum Einsatz kam diesmal auch ein neues 3-D-Sidescan-Sonar, das den Grund des Sees von einem Boot aus in alle Richtungen bildtechnisch darstellen lässt. Auch Tauchtrupps im Einsatz Der Einsatz des Sonargerätes wurde nötig, da ein Partygast nach einem Ertrinkungsnotfall auf dem Grund des Sees vermutet wurde. Deshalb setzte die DLRG unter anderem auch zwei Tauchtrupps für die Unter-Wasser-Suche ein. Daniel Menne zog ein positives Fazit der Einsatzübung. „Das Zusammenspiel habe gut funktioniert. Mit dabei waren auch sehr viele junge ehrenamtliche Helfer, für die es etwas Besonderes war, Teil der Übung gewesen zu sein", berichtet Menne.

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