Tür-Öffnerin: Architektin Cornelia Lange (hier beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Christian Hase) an der Tür zum Tillyhaus, dem künftigen Forum Anja Niedringhaus. - © Simone Flörke
Tür-Öffnerin: Architektin Cornelia Lange (hier beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Christian Hase) an der Tür zum Tillyhaus, dem künftigen Forum Anja Niedringhaus. | © Simone Flörke

Höxter Forum Anja Niedringhaus: Förderanträge werden vorbereitet

Verein und Architektin stellen dasProjekt dem Planungsausschuss Höxter vor

Simone Flörke

Höxter. „Sehr wohlwollend, positiv und ohne Widerspruch“: So haben die Mitglieder des Planungsausschusses Höxter die Pläne für die Umgestaltung und Sanierung des Tillyhauses zum Anja-Niedringhaus-Forum aufgenommen. Die Vereinsvorsitzende Christine Longère und Architektin Cornelia Lange hatten diese erstmals in Höxter einem politischen Gremium der Stadt vorgestellt, um den nächsten Schritt zur Einwerbung von Fördermitteln auf Landes- und Bundesebene wie NRW-Stiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz oder die Städtebauförderung gehen zu können. Vor dem Hintergrund werde die Stadt Höxter ihre finanzielle Beteiligung geben. „Da kann man sogar international Geld für das Projekt akquirieren“, freute sich Planungsausschussvorsitzender Werner Böhler, seit dem Abend auch Mitglied im Verein, und betonte den Stellenwert dieses Projektes: „Sensationell.“ Diese Sanierung runde das gesamte Ensemble mit dem Forum Jacob Pins nebenan als einem Komplex des alten Adelshofes ab, dessen letzter Bereich zeitgleich mit dem Historischen Rathaus Höxter entstanden war. Das Tillyhaus war das letzte Gebäude des Adelshofes Heisterman von Ziehlberg, der bislang nicht saniert worden ist. Geplant ist eine enge Kooperation mit dem Forum Jacob Pins direkt nebenan, mit dem auch infrastrukturelle Bereiche von der Erschließung bis zum Museumsbetrieb gemeinsam genutzt werden könnten. Geplant ist im Tillyhaus das Forum Anja Niedringhaus, das an die 2014 in Afghanistan erschossene Höxteraner Fotografin erinnert. Rund 200 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen sollen für Ausstellungen, Begegnungen und vielfältige andere Veranstaltungen genutzt werden. In den beiden oberen Ebenen würden sich Möglichkeiten für Wohnungen auf zusammen 280 Quadratmetern Fläche ergeben. Zeitnah sollen nun in enger Beratung mit der Stadt Höxter die Fördermöglichkeiten, Programme und Fristen abgestimmt und entsprechende Anträge vorbereitet werden. Wünschenswert sei es, erste Schritte schon 2018 angehen zu können.

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