Setzen sich gemeinsam für mehr Frauen in der Politik ein: Vorstandsfrauen der Kreis Frauenunion und Frauenrat NRW Ilona Drüke (v. l.), Walburga Neu, Linnea Schrader, Claudia Pischke, Uta Fechler (stellvertretende Vorsitzende des Frauenrats NRW), Viola Wellsow (Vorsitzende Frauen Union Kreisverband Höxter), Marietta Kreimeier, Hildegard Pöhler und Andrea Dangela. - © Foto: Privat
Setzen sich gemeinsam für mehr Frauen in der Politik ein: Vorstandsfrauen der Kreis Frauenunion und Frauenrat NRW Ilona Drüke (v. l.), Walburga Neu, Linnea Schrader, Claudia Pischke, Uta Fechler (stellvertretende Vorsitzende des Frauenrats NRW), Viola Wellsow (Vorsitzende Frauen Union Kreisverband Höxter), Marietta Kreimeier, Hildegard Pöhler und Andrea Dangela. | © Foto: Privat

Kreis Höxter Frauenrat fordert mehr Anerkennung für ehrenamtliche politische Arbeit

Aufruf zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Kreis Höxter (nw). Aus Anlass der Woche des bürgerschaftlichen Engagements fordert der Frauenrat NRW und die Frauenunion im Kreis Höxter eine stärkere politische Anerkennung und eine wirksamere finanzielle Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in Frauenverbänden sowie in ihren überregionalen Zusammenschlüssen. Damit soll nachdrücklich die politische Dimension des Ehrenamtes unterstrichen werden. In Deutschland engagieren sich inzwischen rund 31 Millionen Bürger ehrenamtlich und freiwillig. „Vielfach erleben wir, dass der Focus der Politik vor allem auf einem Einsatz ehrenamtlich engagierter Bürger und Bürgerinnen bei sozialen Unterstützungen liegt, zum Beispiel für karitative Leistungen im Pflege- und Palliativbereich. Gerade auf diesem Gebiet übernehmen Frauen immer öfter Gemeinwohlaufgaben und Pflichten, für die eigentlich die öffentliche Hand zuständig wäre", betont Uta Fechler, stellvertretende Vorsitzende des Frauenrats NRW aus Ottbergen. Dabei habe das Engagement für das Gemeinwohl viele Gesichter. So leistet beispielsweise die ehrenamtliche Arbeit in Verbänden und Vereinen einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung und zur Unterstützung der Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Verbände fördern die politische Diskussionskultur und die Meinungsbildung. Sie machen es möglich, dass ehrenamtliche Aktivitäten in zivilgesellschaftlicher und politischer Teilhabe münden können. Für Frauenverbände erwarten wir in diesem Bereich eine stärkere finanzielle Förderung. Politische Förderung und Wertschätzung könne in vielen Bereichen deutlich werden, betont der Frauenrat: ´?Förderung von Frauen in Leitungsfunktionen und in Bereichen, die mit einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung oder einer deutlich wahrnehmbaren öffentlichen Präsenz verbunden sind. ´?Deutlich stärkere Berücksichtigung ehrenamtlich erworbener fachlicher und sozialer Kompetenzen im beruflichen Werdegang. In diesem Zusammenhang weist der Frauenrat NRW nachdrücklich auf den „Ehrenamts-nachweis" hin, der Kompetenzen bescheinigt, die durch Bürgerschaftliches Engagement erworben werden. ´? Ausweitung der Dienstbefreiung für ehrenamtliche Tätigkeiten, wie es bereits bei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr oder des THW üblich ist. ´?Volle Anerkennung ehrenamtlicher geleisteter Arbeitsstunden bei der Rentenberechnung. ´?Rahmenbedingungen für Bürgerschaftliches Engagement müssen so gestaltet werden, dass sich alle Gesellschaftsgruppen und insbesondere beide Geschlechter gleichermaßen beteiligen können. ´?Träger Bürgerschaftlichen Engagements dürfen durch den Einsatz von Ehrenamtlichen keine Gewinne erwirtschaften und müssen zwingend die durch die zu übernehmenden Aufgaben entstehenden Kosten wie Aufwandsentschädigungen, Wegekosten oder Schutzkleidung erstatten (Kostenneutralität). Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements wird alljährlich durch das „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement" (BBE) ausgerufen, in dem auch viele Mitgliederverbände des Frauenrat NRW mitwirken. Unter dem Motto „Engagement macht stark" wirbt das Netzwerk bundesweit für das ehrenamtliche Engagement in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

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