Imposant: Die Lasershow sorgte am Abend für beeindruckende Lichteffekte. - © Thomas Kube
Imposant: Die Lasershow sorgte am Abend für beeindruckende Lichteffekte. | © Thomas Kube

Höxter Strandklänge Open-Air: 12.000 feiern am „Höxter-Beach“

Open-Air-Festival: Musik auf zwei Bühnen und eine gigantische Lasershow.

Thomas Kube

Höxter. Nach ihrer ersten durchzechten Strandklänge-Nacht stoßen Silas, Gabriel, Noah, Rike, Marvin und Elias schon wieder mit einem Dosenbier zum Frühstück an. Die sechs Festival-Besucher aus Marsberg haben auf einem der beiden extra für das Strandklänge-Open-Air-Festival eingerichteten Campingplätze übernachtet, um beide Tage feiern zu können. Die Übernachtungsmöglichkeit mit 200 Plätzen ist neu, erklärt Veranstalter Jürgen Jäger-Stein aus Brakel, der die Strandklänge am Freizeitsee Godelheim bereits zum dritten Mal gemeinsam mit Nils Grewe, alias „DJ Breeze", ausgerichtet hat. Wenn die sechs Freunde aus Marsberg nicht diese Übernachtungsmöglichkeit gehabt hätten, wären sie wohl nicht zu den Strandklängen nach Höxter gekommen, sagt der 27-jährige Marvin. Die Regenschauer am ersten Festival-Tag und am Morgen danach haben die Freunde aber nicht verschreckt – im Gegenteil. „Das gehört zu einem richtigen Festival auch dazu", sagt die Truppe. Starke Regenschauer in der ersten Nacht hielten aber nur wenige Besucher vom Tanzen ab und so wurde der Freitagabend immer mal wieder zum „Dancing in the rain" zum „fetten" Electro-, House- und Technosound auf zwei Bühnen. Wer keine Regencapes dabei hatte, bekam sie an den Ständen der Sponsoren gestellt. Die Veranstalter Jürgen Jäger-Stein und Nils Grewe aus Brakel konnten diesmal wieder zahlreiche deutschland- und europaweit bekannte Discjockeys wie Housedestroyer, Waterboy, Don Woozle, Dry & Bolinger, Juliet Sikora, Adaptiv, Achtabahn oder Mr. Krabbs & Friends (local hero support) zum Festival nach Höxter holen. Juliet Sikora war die einzige weibliche „DJane" auf der Bühne und eine Meisterin ihres Fachs. Skurril war der Auftritt von DJ Don Woozle. Der Diskjockey mit langem weißen Bart und Skibrille ließ sich mit dem Boot über das Wasser zum Strand fahren. Mit im Gepäck hatte er zwei muskelbepackte Bodyguards und weibliche Begleiterinnen. Veranstalter Jürgen Jäger-Stein führte ihn durch die Menge bis hin zur Bühne, wo er das Mischpult von DJ Waterboy übernahm. Etwa 12.000 Festival-Besucher aus ganz Ostwestfalen-Lippe, dem benachbarten Niedersachsen und aus Nordhessen feierten auf dem 14.000 Quadratmeter großen Festivalgelände am „Höxter-Beach" zwei Tage lang bis tief in die Nacht hinein. Die neue Lichttechnik auf den Bühnen sorgte für ein angemessenes Feeling zur passenden Musik: 18 Laserscheinwerfer, die sich im Takt der Musik bewegten, haben die Bühnen und sogar den Godelheimer See in allen Farben beleuchtet. Schon im Vorfeld hatte Veranstalter Nils Grewe versprochen, dass die Besucher von den Laserlichtern „geflasht" würden. Er hatte nicht zuviel versprochen: „Man hatte nahezu das Gefühl, dass die Laserlichter geradewegs durch einen hindurch fliegen", sagte der 19-jährige Kevin Schmidt aus Kassel. Um Musik und Lichttechnik realisieren zu können, mussten insgesamt 20 Kilometer Stromkabel verlegt worden, erklärt Jäger-Stein. Auf einer vorgelagerten Insel des ehemaligen Baggersees erlebten die Besucher chilliges Inselflair, denn hier wurde eine einzigartige Chill-Out-Area für Besucher ab 18 eingerichtet", berichtet PR-Manager Roland Baumann. Weitere Aktionsstände, eine Strand-Bar, zwei VIP-Bereiche, Wasserspiele und verrückte Deko-Elemente an und im Wasser sorgten ebenso für ein originelles Strandklänge-Flair. Den unverwechselbaren Future-House- und Elektro-Sound von international bekannten Discjockeys gab es erstmalig auch auf einer zweiten Bühne zu hören. Auf der großen Bühne wurde elektronische Tanzmusik gespielt, während es auf der kleinen Bühne zusätzlich Techno-Musik auf die Ohren gab. Für die Sicherheit der vielen Tausend Partygäste arbeiteten Polizei, Malteser, Rettungsdienst, DLRG, Technisches Hilfswerk und Security Hand in Hand. Den etwa anderthalb Kilometer langen Zuweg über den Radweg R1 hat das Technische Hilfswerk an beiden Tagen mit sogenannten „Powermoons" und Flutlichtscheinwerfern ausgeleuchtet, erklärt Thorsten Götz vom THW aus Höxter.

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