Enthüllung: Bürgermeister Alexander Fischer (v. l.), Mike Hartley (Gerberding-Stiftung) und Marc Michalek, Kommandeur des ABC-Abwehrbataillons 7 in Höxter präsentieren die Gelbe Schleife vor dem Stadthaus. - © Amina Vieth
Enthüllung: Bürgermeister Alexander Fischer (v. l.), Mike Hartley (Gerberding-Stiftung) und Marc Michalek, Kommandeur des ABC-Abwehrbataillons 7 in Höxter präsentieren die Gelbe Schleife vor dem Stadthaus. | © Amina Vieth

Höxter Gelbe Schleife: Höxter zeigt Verbundenheit mit Soldaten

Aktion: Als Zeichen der Solidarität steht jetzt eine Gelbe Schleife vor dem Stadthaus. Sie soll Rückhalt und Unterstützung aus der Bevölkerung symbolisieren

Amina Vieth

Höxter. Wer die Gelbe Schleife trägt, zeigt damit Solidarität mit den Soldaten im Auslandseinsatz. Es ist ein Zeichen der Unterstützung und des Rückhalts in der Bevölkerung. Jetzt zeigt Höxter als Stadt diese Unterstützung öffentlich: Vor dem Stadthaus enthüllten Dienstag Bürgermeister Alexander Fischer, Kommandeur Marc Michalek und Mike Hartley von der Gerberding-Stiftung die Gelbe Schleife. 30 Soldaten des ABC-Abwehrbataillons Höxter sind aktuell im Auslandseinsatz, berichtet Oberstleutnant Marc Michalek. Sie sind eingesetzt in Afghanistan, im Kosovo und in der Türkei. „Und es zeichnet sich ab, dass noch Soldaten nach Mali gehen", so der Kommandeur. Ein Termin stehe aber noch nicht fest. Zudem gebe es auch eine einsatzgleiche Verpflichtung im Baltikum. Dort seien ebenfalls 30 Soldaten aus Höxter im Einsatz. Respekt habe Bürgermeister Alexander Fischer vor dem, was die Soldatinnen und Soldaten leisten, betont der erste Bürger Höxters. Die Soldaten seien immer ein integrierter Teil der Stadt gewesen, sie seien stark verankert in der Bevölkerung. „Die Verbundenheit und Anerkennung ihrer Leistungen sollen nun öffentlich durch die Gelbe Schleife vor dem Stadthaus zum Ausdruck gebracht werden. „Hier kommen viele Menschen her, somit sehen es auch viele Menschen", sagt Fischer und begründet damit die Auswahl des Standortes. Es gehe bei der Gelben Schleife nicht um eine politische Botschaft. „Es ist ein Signal der Solidarität. Die Soldaten sind für uns überall auf der Welt im Einsatz, damit wir frei leben können", betont Fischer. Kommandeur Marc Michalek ist erfreut über die Aktion der Stadt. „Das Zeichen kommt bei den Soldatinnen und Soldaten an. Sie wissen, dass die Bevölkerung hinter ihnen steht und hinter dem, was sie tun." Er selbst habe die Gelbe Schleife 2003 in Amerika kennengelernt, als er zur Ausbildung dort war. Bevor die Truppen in den Einsatz gingen, sei die Zufahrt des Geländes über Nacht von Bürgern mit Gelben Schleifen bestückt worden. Er sei von dem Rückhalt in der Bevölkerung beeindruckt gewesen. Auch Mike Hartley von der Gerberding-Stiftung, welche das Gelbe Band der Solidarität initiierte, freut sich, dass die Gelbe Schleife nun auch in Höxter steht. Es sei nicht nur ein Zeichen für die Soldaten, sondern auch für deren Partner. „Sie sehen, dass man hier Verständnis für sie hat, dass sie in dieser Stadt aufgenommen und akzeptiert werden." Auch das Gelbe Band, welches vor sechs Jahren über die Weser von Holzminden nach Höxter verbunden wurde, sei noch immer aktuell. Initiatoren des Gelben Bands sind Kirsten und Horst-Otto Gerberding, sie setzen mit ihrer Stiftung „Courage" bundesweit ein Zeichen für Soldaten im Auslandseinsatz. Auf dem Stoffband können Vereine, Angehörige, jeder, der möchte, Grüße und Zuspruch für die Soldaten festhalten. Die beschrifteten Bänder sollen die Soldaten im Einsatz an die Unterstützung aus der Heimat erinnern. „Das Gelbe Band ist ein emotional ausgerichtetes Projekt. Damit zeigen wir unsere Verbundenheit mit unseren Soldaten und ihren Familien. Die Soldaten der Bundeswehr sind im staatlichen Einsatz. Das Gelbe Band schaut auf den Menschen hinter der Aufgabe, auf seine Familie, Kinder und Partner", betonte Kirsten Gerberding bei der Verknüpfung der Bänder von Holzminden nach Höxter, von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen im Februar 2011.

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