Höxter Sporthallennutzung: Rat hält an Gebührenerhöhung fest

Mehrheit lehnt Anträge von Stadtsportverband und Sportvereinen ab. Im Sommer soll über eine Gebührenstaffelung beraten werden

Mathias Brüggemann

Höxter. An der Erhöhung der Hallennutzungsgebühr für Sportvereine wird nicht gerüttelt. Mehrheitlich sprach sich der Höxteraner Rat dafür aus, die Erhöhung auf drei Euro pro Stunde beizubehalten. Die Anträge des Stadtsportverbandes, des HLC Höxter, des SV Höxter und der Leichtathletikfreunde Lüchtringen, bis zur gemeinsamen Erarbeitung eines Sportstättenkonzepts mit den Vereinen und der Politik die Gebührenerhöhung auszusetzen, wurden abgelehnt. Die Gebühren sollen allerdings erst zum 1. Dezember kommenden Jahres fällig werden. Für die BfH forderte Ralf Dohmann, die Gebührenerhöhung zurückzunehmen. Er begründete dies unter anderem mit dem schlechten Zustand der Sanitäranlagen in der Realschulturnhalle, in denen Schimmelbefall festgestellt worden sei. Sein Fraktionskollege Siegfried König meinte: „Wenn ich Mieter einer heruntergekommenen Wohnung bin, mache ich Mietminderung geltend. Bei den Sporthallen werden die Gebühren erhöht." Auch Georg Heiseke (UWG) forderte die Aussetzung der Gebührenerhöhung und stellte sich auf die Seite von Stadtsportverband und Sportvereinen. CDU-Fraktionschef Stefan Berens war dagegen, in den laufenden Prozess einzugreifen. Er sei zuversichtlich, „dass wir im Sommer ein Sportstättenkonzept in den Händen halten". Dann könne eine Gebührenstaffelung nach Ausstattung und Größe der Halle und der Eigenleistung der Vereine eingeführt werden. Auch Günter Wittmann (SPD) verteidigte die Gebührenerhöhung. Sie sei schließlich wegen des Haushaltssicherungskonzepts notwendig geworden. Im Vergleich zu privaten Anbietern sei eine Nutzungsgebühr von drei Euro sehr moderat. Das seien bei einer Zehnergruppe gerade einmal 30 Cent pro Sportler. Mit dem Sportstättenkonzept könne man nach „intelligenteren Lösungen" suchen. Vereine, Politik und Verwaltung sollten sich dann zusammensetzen. Eine Stufenregelung bei den Gebühren sei durchaus sinnvoll. „Ich bin zum Beispiel auch dafür, dass bedürftige Höxteraner die Sporthallen kostenfrei nutzen sollten. Gutverdienende könnten größere Beiträge leisten", führte Wittmann aus.

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