Idylle: Bosseborn ist Höxters kleinster Stadtteil. - © Jens Reddeker
Idylle: Bosseborn ist Höxters kleinster Stadtteil. | © Jens Reddeker

Höxter/Paderborn Folter-Fall: In Bosseborn will die Angst der Bewohner nicht weichen

Viele haben jetzt Angst davor, sich mitschuldig gemacht zu haben

Höxter/Paderborn. Wer im Internet nach Bosseborn sucht, stößt als erstes auf die Foltermorde, die von Angelika und Wilfried W. begangen wurden. Der mit 529 Einwohnern kleinste Stadtteil von Höxter kommt seit deren Verhaftung nicht mehr zur Ruhe. Unter den Beobachtern des Prozesses vor dem Paderborner Landgericht waren auch einige Bosseborner, die in ständiger Angst leben. Sie hatten noch vor der Festnahme des Folterpaares beobachtet, wie sich im und um das kleine Gehöft über Jahre seltsame, unerklärliche Dinge abspielten. Sie sahen Frauen mit abgeschnittenen Haaren, zu Boden geschubste, verängstigte und verletzte Frauen. Sie griffen jedoch nicht ein, weil sie Angst hatten vor eventuellen tätlichen Übergriffen von Wilfried W. und seiner Lebensgefährtin, vor unliebsamen Fragen der Polizei, vor Unannehmlichkeiten. Sie verschlossen ihre Augen vor dem, was nicht sein konnte und durfte...

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