SEK-Einsatz in Lüchtringen. - © DPA
SEK-Einsatz in Lüchtringen. | © DPA

Höxter SEK-Einsatz in Lüchtringen wegen Messerattacke

Sohn greift Vater an

Mathias Brüggemann

Lüchtringen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat in der Nacht zum Montag in Lüchtringen einen Mann überwältigt und festgenommen. Der 34-jährige Lüchtringer soll zuvor seinen Vater nach einem Familienstreit niedergestochen und schwer verletzt haben, teilte Pressesprecherin Hella Christoph aus dem Bielefelder Polizeipräsidium mit. Gegen 0.18 Uhr kam es zu dem folgenschweren Familienstreit in dem Wohnhaus am Heidebrink in Lüchtringen, in dessen Verlauf der mutmaßliche Täter auf seinen 69-jährigen Vater mit einem Messer eingestochen haben soll. Seiner 62-jährigen Mutter schlug er nach Polizeiangaben ins Gesicht und verletzte sie ebenfalls. Der Mutter gelang es nach Informationen der NW aus dem Haus zu fliehen. Nachbarn alarmierten die Polizei und den Rettungsdienst. Die Eltern wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie stationär behandelt werden. Lebensgefahr besteht nach Polizeiangaben nicht. Der Sohn hatte sich unterdessen im Wohnhaus verschanzt. „Da der Täter mit einem gefährlichen Gegenstand, einem Messer, bewaffnet war, hat die Polizei aus Gründen des Eigenschutzes das Spezialeinsatzkommando aus Bielefeld angefordert", sagte die Polizeisprecherin. Der SEK gelang es, den Mann zu überwältigen und festzunehmen. Eine neunköpfige Mordkommission „Lüchtringen" unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thorsten Stiffel aus Bielefeld hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn beantragte gegen den 34-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Montagmittag wurde der Lüchtringer dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ und die Untersuchungshaft anordnete.

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