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Kreis Höxter Kopfläuse: Wie man sich am besten schützen kann

Kindergärten und Gemeinschaftseinrichtungen sind am häufigsten betroffen - eine Meldepflicht besteht aber nicht

Lena Vanessa Niewald

Kreis Höxter. Sie jucken und sind lästig - aber sind kein Grund zur Panik. Vor allem Kindergärten und Gemeinschaftseinrichtungen haben immer wieder Probleme mit Kopfläusen - auch im Kreis Höxter. Ronald Woltering, Leiter des Fachbereichs Gesundheits- und Veterinärwesen des Kreises Höxter erklärt, was bei Kopflausbefall zu tun ist und wie man die Krabbeltiere schnell und effektiv bekämpfen kann. Vorkommen Eine bestimmte Saison für Kopfläuse gibt es nach Aussagen Wolterings nicht: "Kopfläuse gibt es generell zu jeder Zeit, aber es gibt natürlich saisonale Schwankungen." Besonders jetzt zur Winterzeit, wenn viele wieder Mützen tragen, höre man häufig von betroffenen Kindern. "Kopfläuse treten häufig dort auf, wo man eng zusammenlebt und auch mal kuschelt - wie beispielsweise in Kindertageseinrichtungen." Symptome Meistens bemerke man laut Woltering die Kopfläuse durch ein ständiges Jucken der Kopfhaut: "Manchmal fallen einem aber auch weiße Schuppen in den Haaren auf." Keine Meldepflicht Im Akutfall müssen die Eltern sofort die jeweilige Einrichtung informieren. Das betroffene Kind darf die Einrichtung dann bis zur vollständigen Genesung nicht mehr betreten, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Ronald Woltering: "Kopfläuse sind ansteckend, aber nur bei sehr engem Kontakt. Die Läuse können nicht springen." Eine Meldepflicht beim Gesundheitsamt bestehe bei Kopfläusen allerdings nicht. "Den Einrichtungen ist freigestellt, ob sie uns informieren oder nicht." Die meisten Leiter im Kreis Höxter wüssten aber genau Bescheid, wie sie im Ernstfall zu reagieren haben und welche Schritte sie einleiten müssen, so Woltering. Ansonsten stehe das Gesundheitsamt aber auch immer für Fragen und Hilfe zur Verfügung. Bekämpfung Behandeln lassen sich die Kopfläuse mit verschiedenen Methoden. Ronald Woltering verweist hier auf einen Ratgeber des Robert-Koch-Instituts: "Dort ist sehr gut erklärt, wie sich Kopfläuse wirksam bekämpfen lassen." Es gibt unterschiedliche Kopflausmittel, die man in das Haar einmassiert und einwirken lässt. Zudem kann man mit einem Läusekamm arbeiten, mit dem man die Larven aus dem nassen Haar auskämmt. Wichtig ist bei allen Methoden, dass eine Wiederholungsbehandlung stattfindet, da häufig noch Larven nachschlüpfen. Schutz Woltering rät deutlich: "Man sollte keine Mützen tauschen oder gar fremde Mützen aufsetzen." Zudem solle man in jedem Fall Kontakt zu den von Kopfläusen betroffenen Personen vermeiden.

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